Auch Unternehmen sollten darüber nachdenken, aus welchen Quellen sie ihren Strom beziehen möchten. Ob der Strommix mit Naturstrom-Anteilen oder ausschliesslich aus Naturstrom besteht - es gibt bereits Lösungen zu tiefen Mehrkosten.

Erstens bestimmt das Unternehmen so, welche alternativen Energiequellen wie Solarenergie oder Windkraft es fördern möchte und verschafft sich so ein ökologisch «reines» Gewissen. Denn bei der Stromproduktion z.B. mithilfe von Sonnenenergie entstehen weder CO2 noch andere schädliche Emissionen.

Andererseits kann das Unternehmen durch die (teilweise) Umstellung auf Naturstrom bei seinen Mitarbeitenden, aber auch in der Öffentlichkeit punkten. Denn verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln ist eine gern gesehene unternehmerische Eigenschaft.

Woher kommt der Schweizer Strom?

Mehr als die Hälfte, nämlich rund 56 Prozent des in der Schweiz produzierten Stroms kam im Jahr 2010 aus Wasserkraftanlagen. Die Schweiz profitiert hier von ihrer topografischen Lage mit vielen Flüssen und grossen Höhenunterschieden. Atomkraftwerke deckten 38 Prozent des Strombedarfs ab. Weitere Energiequellen sind fossile Brennstoffe und erneuerbare Ressourcen wie Sonne, Wind, Biomasse und Abfall. Was die CO2-Neutralität betrifft, steht die Schweiz damit im internationalen Vergleich an der Spitze. Doch Strom aus Atomkraft ist für viele Schweizerinnen und Schweizer spätestens seit der Reaktor-Katastrophe im japanischen Fukushima im März 2010 keine Lösung mehr. Sinnvolle Alternativen sind gefragt.

Die Qual der Wahl

In Ihrem Unternehmen hat man entschieden, in Zukunft den Strommix ökologischer zu gestalten? Jetzt liegt es an Ihnen auszuwählen: Die meisten Energielieferanten bieten ihren Kunden verschiedene Möglichkeiten an – von 100 Prozent Wasserkraft bis hin zu 100 Prozent Sonnenkraft. Wie wäre es, wenn Sie die Belegschaft einbeziehen und über den Strommix abstimmen lassen?

Selbst produzieren lohnt sich

Anstatt den Strommix anzupassen, kommt für Ihr Unternehmen möglicherweise sogar die eigene Stromerzeugung in Frage. Solaranlagen für die Eigenproduktion werden immer effizienter und kostengünstiger. Und gerade Industrieunternehmen, Transportunternehmen mit grossen Lagerhallen verschenken auf ihren Dächern enormes Potenzial, Strom zu erzeugen.

Aber auch Kleinwindkraftwerke, Biomasse und Blockheizkraftwerke mit Holzpellets sind eine Möglichkeit. Die letzten beiden sind vor allem für Unternehmen interessant, bei denen während der Produktion ökologisch unbedenkliche Abfallstoffe wie Holz, Papier/Karton oder organische Abfälle anfallen. Weitere Informationen zum Thema Eigenproduktion finden Sie hier:

» Strom selber produzieren 

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