Bei Green-IT stehen die Energie- und die Materialeffizienz im Vordergrund:

- Energieeinsatz bei der Produktion und der Nutzung von Hardware (Computer, Monitore, Drucker, Telefone, etc.)

- verwendete Materialien und Produktionsmittel, inkl. der Schadstoffthematik (Schwermetalle/Edelmetalle)

 

Es wird zwischen Energieeinsparung („green in der IT“) und Emissionsreduktion („green durch IT“) durch die Verwendung von energieeffiziehnten IKT Technologien unterschieden. Denn IT verbraucht nicht nur Energie, sie hilft auch Energie und Ressourcen zu sparen. Die Rechenleistung der Computer kann die intelligentere Nutzung von Strom, eine effizientere Mobilität oder auch nur die Verkürzung des täglichen Arbeitswegs unterstützen. In fast allen Bereichen lassen sich durch intelligente Technologien Energie, Ressourcen und somit CO2-Emissionen vermeiden. So wird IT mitunter zu einem Ansatzpunkt für den Klimaschutz.


Was hat ihr Computer mit Klimaschutz zu tun?

Green IT hat das Ziel, die Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Geräten der Informationstechnik (IT) über den gesamten Lebenszyklus hinweg umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Green IT – das ist klima- und umweltgerechte Computernutzung. Für Sie als Anwender ist die Phase der Nutzung, also vom Kauf bis zur Entsorgung, von besonderer Bedeutung. In diesem Zeitraum gibt es viele Möglichkeiten, Umwelt und Klima aktiv zu schonen und dabei auch noch Geld zu sparen.

Jeder PC verursacht Kosten durch den Stromverbrauch. Laptops weniger als Desktopstationen. Egal welches System genutzt wird, versuchen Sie alle Möglichkeiten zu nutzen, den Verbrauch zu senken. Dabei hilft Ihnen schon das Betriebssystem durch unterschiedliche Systemzustände. Weil der Rechner im normalen Arbeitsmodus am meisten Strom verbraucht, sollten Sie ihn schon bei kurzen Arbeitspausen in den sogenannten G1 (ACPI-Standard) Modus versetzen, auch bekannt unter Stand-by oder „Energie sparen“. Dadurch werden mehr oder weniger Computer Komponenten heruntergefahren und somit eine ganze Menge Strom gespart (10-20%).

Verwenden Sie zusätzlich eine Steckerleiste mit Schalter, an die Sie den Rechner und die Peripheriegeräte anschließen. Für längere Nutzungsunterbrüche, fahren Sie ihn in den Ruhezustand oder schalten Sie ihn ganz ab. Keinerlei Strom verbraucht Ihre Gesamtanlage erst, wenn sie komplett vom Netz getrennt ist. Dies wird zum Beispiel durch eine Steckerleiste mit Aus-Schalter oder einem Stand-by-Killer erreicht.
 

Und wie wirken sich Peripheriegeräte aus?

TFT-Bildschirme benötigen weit weniger Strom (bei 17 Zoll ca. 25 Watt) als herkömmliche Röhrenmonitore gleicher Größe (ca. 80 Watt). Bei Druckern und Scannern spielt der Stromverbrauch im Volllastmodus, wegen des meist sehr kurzen Druck- und Scanvorgangs, kaum eine Rolle. Wichtiger ist es, auf den Energie bedarf im Stand-by-Modus zu achten. Auch Modems und Router steigern den Energieverbrauch. Sie sollten sie ausschalten, wenn Sie sie nicht benötigen. Auch die Festlegung von Sendezeiten für das WLAN hilft sparen. Und die eingebaute zweite Festplatte ist weniger energieeffizient als eine ausschaltbare externe Festplatte.


Muss ich immer den neuesten PC haben?

Mitverantwortlich für den Klimawandel ist die CO2-Emission bei der Energieerzeugung (z.B. durch Kohlekraftwerke) und der industriellen Güterproduktion. Umweltrelevant ist aber auch der Einsatz von Rohstoffen (z.B. Eisen, Kupfer, Erdöl etc.), die für die Herstellung von PCs benötigt werden. Die Entsorgung des alten Geräts und die Herstellung eines neuen verbrauchen zusätzliche Energie und beanspruchen damit die Umwelt. Überlegen Sie deshalb genau, ob Sie ein älteres funktionstüchtiges Gerät ersetzen wollen, auch wenn ein neuer Rechner weniger Energie benötigt. Sie sollten sich vor dem Kauf eines Rechners für die Leistungsklasse entscheiden, die Ihren Anwendungen am besten entspricht: Office-, Multimedia- oder Spielecomputer. Erkundigen Sie sich auch nach dem Leistungsbedarf in den verschiedenen Betriebszuständen und vergleichen Sie diese mit anderen Geräten. Umweltsiegel wie Energy Star 5.0 oder Blauer Engel geben weitere gute Hinweise auf klima- und umweltschonende Produkte.

Der Klimawandel und die sonstigen Belange des Umweltschutzes verpflichten jeden von uns zu ökologisch nachhaltigem Verhalten. Noch sind wir in der Lage, daraus auch persönliche Vorteile abzuleiten: Wenn wir alle konsequent unseren Stromverbrauch reduzieren, wird nicht nur weniger klimaschädliches CO2 produziert, sondern wir schonen auch unseren Geldbeutel. Denn bekanntlich wird Energie beständig teurer. 

Orientieren Sie Ihre Kaufentscheidungen auch an ökologischen Kriterien. Fragen Sie beim Kauf nach den Verbrauchswerten. Damit treiben Sie die Weiterentwicklung und Verbreitung umweltverträglicher Produkte voran.

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