Mit einer effizienten Beleuchtung lässt sich viel Energien sparen. Bei allen Anstrengungen Energie zu sparen darf aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass Licht für den grössten Teil unseres Wohlbefindens und unsere Konzentrationsfähigkeit verantwortlich ist und somit der Qualität der Beleuchtung eine wichtige Bedeutung zukommt. Die Vereinbarkeit von guter und zugleich effizienter Beleuchtung ist aber kein Widerspruch. Insbesondere dann, wenn hochwertige LED-Lampen und Leuchten zur Anwendung kommen.

Wir beleuchten fünf Beispiele, wie eine bestehende Beleuchtung ohne Komfortverlust energetisch optimiert werden kann:

Ersatz von Leuchtmitteln

Eine ineffiziente Lampe 1-zu-1 durch eine effiziente LED-Lampe mit einer niedrigeren Lampenleistung und höherem Wirkungsgrad zu ersetzen bringt bis zu 80 Prozent Energieersparnis. Auch Leuchtstoffröhren können durch LED-Röhren ersetzt werden, die in dieselben Sockel passen (Typ „G13“ bei Ø 26 mm, Typ „G5“ bei Ø 16 mm). Bei alten Leuchten mit konventionellen Vorschaltgeräten muss neben der Lampe zusätzlich der Starter ersetzt werden. Bei Leuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten muss in einigen Fällen das Vorschaltgerät ebenfalls ersetzt werden.

Leuchtenersatz

Wenn die Leuchtmittel wegen ungeeigneten Sockeln oder Betriebsgeräten nicht ersetzt werden können, kommt der Ersatz der kompletten Leuchte in Frage. Oft kann die neue LED-Leuchte mit fest verbauten LEDs am selben Ort platziert werden, so dass ein grösserer Installationsaufwand entfällt. Gegenüber dem Leuchtmittelersatz hat diese Variante den Vorteil, dass sie technisch besser abgestimmt ist, was weniger Unterhaltsaufwand bedeutet.

Lichtregelung installieren

Präsenz- oder Bewegungsmelder schalten das Licht automatisch ein und aus – abhängig davon, ob Personen anwesend sind oder nicht. Diese Lichtregelungen bringen unter optimalen Bedingungen markante Einsparungen. Dabei ist auf folgende Rahmenbedingungen zu achten: Richtige Platzierung der Sensoren, Einregulierung der Sensoren und kleiner Eigenverbrauch der Regler.

Planung einer Minergiebeleuchtung

Bei einer Gesamtsanierung wird durch ein neues Beleuchtungskonzept die effizienteste Lichtlösung gefunden - insbesondere in Räumen, in denen für Leuchten eine neue Positionierung möglich ist. Die drei wichtigsten Beurteilungsgrössen einer Raumbeleuchtung sind die Beleuchtungsstärke, die installierte elektrische Leistung und die Blendung. Die Beleuchtungsstärke gibt an, wie hell eine Fläche (z.B. Tisch, Boden, Wand) sein soll. Die installierte Leistung ist die Summe aller elektrischen Leistungen der Lampen und Leuchten im Raum.

Nutzung von Tageslicht

Viele Räume haben häufig nur wenig Tageslichtnutzung. Die Beleuchtung ist deshalb den ganzen Tag in Betrieb. Die Tendenz ändert sich: Aussenbezüge und Tageslichteinfluss sind wieder „in“. Das heisst, im Zuge einer Energieoptimierungen sollte soviel Tageslicht wie möglich genutzt werden. Moderne Sonnenschutz- wie auch Blendschutzsysteme oder gar kombinierte Systeme unterstützen diese Massnahme.

Die Investitionskosten der aufgeführten Massnahmen sind sehr unterschiedlich. Die günstigste Variante ist dabei oft nicht die Wirtschaftlichste. Es lohnt sich daher eine individuelle Gesamtkostenbetrachtung von einem Fachmann erstellen zu lassen.


Weitere Tipps gibt es im
Lichtratgeber „Effiziente Beleuchtung im Kleinbetrieb“. Der Ratgeber bietet Informationen zu Arten der Lichterzeugung, zur Lichtverteilung in Büros, Restaurants, Werkstätten, Lagern und vielem mehr.

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