Die fossilen Energiereserven werden immer knapper, die Energie- und Strompreise werden steigen. Gute Gründe, um über Alternativen in der eigenen Stromversorgung nachzudenken. Eine vielversprechende Lösung ist die Installation einer Eigenerzeugungsanlage.

Die Investition in erneuerbare Energien lohnt sich nicht nur für die Umwelt, sondern auch fürs Portemonnaie. Was sich für viele immer noch wie ein Märchen anhört, ist dank moderner Technik und Förderprogrammen durchaus realistisch. Ein Modell, das immer beliebter wird, ist die Stromproduktion auf dem eigenen Grundstück. Die Installation einer Stromerzeugungsanlage bringt zwar höhere Investitionen mit sich, lohnt sich langfristig aber auf jeden Fall.

Wer selbst Strom produziert, ist unabhängiger vom kommerziellen Strommarkt und kann allein dadurch schon Geld sparen. Denn je höher der Strompreis steigt, desto grösser ist das Sparpotenzial. Hinzu kommen Förderbeiträge und Steuererleichterungen. Moderne Solaranlagen refinanzieren sich dadurch beispielsweise über einen Zeitraum von zirka 25 Jahren. Übersteigt die Stromproduktion den Eigenbedarf, können Sie den überschüssigen Strom für gutes Geld ins Stromnetz einspeisen. Zwei Varianten stehen Ihnen dabei zur Auswahl: entweder die kostendeckende Einspeisevergütung KEV nach Art. 7a EnG oder das Modell «freier Ökostrommarkt» nach Art. 7b EnG. Viele Energieversorger vergüten nicht nur den Strom selbst, sondern auch den ökologischen Mehrwert. Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.swissgrid.ch.

Stromerzeugungsanlagen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Solarstrom: Diese Variante eignet sich für jedes Gebäude, das sich an einem genügend sonnigen Standort befindet. Eine Solaranlage findet problemlos auf den meisten Dächern Platz. Experten schätzen, dass Solaranlagen ungefähr die Hälfte des Wärme- und ein Drittel des Strombedarfs der Schweiz decken könnten.

Windkraft: Auf kleineren Grundstücken ist die Stromerzeugung aus Wind in der Regel nicht rentabel. Windräder, die genügend Strom produzieren, brauchen Platz und sind vergleichsweise teuer. Eine mögliche Alternative ist die Investition in einen Windpark.

Biogas und Biomasse: Die Energieerzeugung aus Biomasse ist vor allem für landwirtschaftliche Betriebe interessant. Biomasse liefert sowohl Strom als auch Wärme. Nicht jede Form der Energieproduktion aus Biomasse ist jedoch ökologisch unbedenklich. Sinnvoll ist beispielsweise die Strom- und Wärmegewinnung aus Kuhmist oder Grünabfällen. Der Anbau nachwachsender Rohstoffe für die Energieerzeugung ist jedoch umstritten: Nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch deshalb, weil er in Entwicklungsländern die Nahrungsknappheit fördert.

Blockheizkraftwerke: Kleine Blockheizkraftwerke im Keller erzeugen nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Sie sind besonders effizient, weil sie praktisch die gesamte Abwärme nutzen. Diese werden oft mit fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas betrieben, was für die CO2-Bilanz nicht so gut ist. 

Zum nächsten Beitrag