Steigende Kosten für Strom, fossile Brennstoffe und Wasser belasten das Budget vieler Unternehmen. Zu den grössten Posten gehören die Ausgaben für das Warmwasser. Die Nutzung alternativer Energien und effizienter Technologien ist eine sinnvolle Möglichkeit, viel Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Warmwasser sparen zahlt sich gleich dreifach aus. Sie senken die Kosten für die Trinkwasserversorgung, fürs Erwärmen des Trinkwassers und für die Abwasserentsorgung.

Auf erneuerbare Energien setzen

Die weit verbreitete Meinung, alternative Methoden der Wärmegewinnung seien teurer als fossile Brennstoffe und Strom, ist inzwischen überholt. Zwar fallen zu Beginn höhere Investitionen an: Dank Steuererleichterungen, Förderbeiträgen und in den Folgejahren tieferen Betriebskosten finanzieren sie sich oft von selbst.

Über 50‘000 Solarthermie-Anlagen sind in der Schweiz in Betrieb. Tendenz steigend. Stark im Kommen sind ausserdem Brauchwasser-Wärmepumpen. Sie nutzen die Abwärme, die beim Betrieb von Maschinen, elektronischen Geräten, Kühlungen, Druckluftsystemen und anderen Anlagen entsteht. 

Intelligent geplant

Egal ob beim Bauen oder beim Renovieren: Energiesparen beginnt bereits bei der Planung. Sinnvoll ist es zum Beispiel, die Nassräume neben- oder übereinander zu platzieren. Bei kurzen Leitungen ist der Wärmeverlust geringer. Eine ausreichende Wärmedämmung der Wasserleitungen spart noch mehr Energie.

In vielen Fällen empfiehlt sich eine zentrale Warmwasserversorgung. In weitläufigen Gebäuden wie Schulen oder Bürokomplexen sind einzelne Wassererwärmer manchmal günstiger: Die Warmwasser-Leitungen sind kürzer und es geht auf dem Weg weniger Energie verloren.

Wenn Sie erneuerbare Energien zum Heizen des Warmwassers nutzen, lohnt es sich, Waschmaschinen und Geschirrspüler direkt an die Warmwasserleitung anzuschliessen. So verbrauchen die Geräte keinen zusätzlichen Strom, um Wasser aufzuwärmen.


Eine Rechnung, die aufgeht

Ein geringer Wasserverbrauch bedeutet in der Regel auch einen kleineren Warmwasserverbrauch. Hier die die wichtigsten Warmwasserspartipps für Unternehmen:

Armaturen und Mengenbegrenzer: Nutzen Sie wenn immer möglich wassersparende Armaturen . Ältere Wasserarmaturen lassen sich meist ganz einfach mit einem Mengenbegrenzer nachrüsten. Achten Sie dabei auf die Energieetikette: Produkte der A-Klasse sind besonders sparsam. Armaturen sind immer häufiger so konstruiert, dass der Kaltwasserbereich in der Mitte liegt. Denn viele Menschen schieben den Hebel aus Gewohnheit in die Mitte. Wobei das warme Wasser meist erst dann kommt, wenn die Hände schon sauber sind. Sehr gut sind auch Mengenbremsen oder Heisswasserbremsen. Wassersparend duschen: In Hotelbetrieben und anderen Gebäuden, in denen viele Menschen duschen, sind sparsame Duschbrausen ein Muss. In Sportanlagen oder auf Campingplätzen verhindern automatische Wasserstopp-Mechanismen zu langes Duschen. Tropfende Wasserarmaturen reparieren: Ein defekter Wasserhahn verschwendet mehr Wasser, als Sie vielleicht denken. Tropfende Hähne sollten Sie deshalb so schnell wie möglich ersetzen. Wassertemperatur regeln: Überheizen Sie den Boiler nicht. Eine Wassertemperatur von 55 Grad reicht in der Regel vollkommen aus, wobei einmal pro Woche auf mindestens 60 Grad erwärmt wird, um die Legionellen abzutöten. Armaturen mit Heisswassersperren sorgen zudem dafür, dass das Wasser, das aus der Leitung fliesst, eine Temperatur von 40 Grad nicht übersteigt. Sie sorgen für sicheren Komfort und sparen nebenbei Warmwasser. 

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