Wieso muss ich Nachbohrungen machen beim Ersatz einer neuen Erdsonden-Wärmepumpe?

Die Länge der Erdsonde ist abhängig von der Kälteleistung der Wärmepumpe (Energieertrag aus dem Boden).

Während eine Wärmepumpe mit einer Leistungszahl (COP = Coefficient of Performance) von 4 -> 3/4 des Energieertrags aus dem Boden und 1/4 elektrisch bezieht, nimmt bei einer besseren Wärmepumpe mit einem COP 5 die Kälteleistung aus dem Boden proportional zu. Sie bezieht nämlich 4/5 des Energieertrags aus dem Boden und nur 1/5 aus elektrischer Energie.

Wird über Jahre hinweg dem Erdreich mehr Wärme entzogen, als dieses über die Sommermonate wieder speichern kann, gefriert der Boden mit der Zeit zu Permafrost. Um die Sonde nicht zu überlasten (sie könnte gefrieren), muss bei gleichbleibender Heizleistung und einem höheren COP deshalb nachgebohrt werden.

Sobald aber die Liegenschaft energetisch modernisiert wird (Ersatz der Fenster, Isolation der Fassade oder des Dachs), reduziert sich auch die Heizleistung. Eine kleinere Heizleistung führt auch zu kleinerer Kälteleistung und die Erdsonde reicht unter umständen.

Es kommt deshalb darauf an, was zukünftig mit der Liegenschaft passiert und wie sich der Wärmebedarf entwickelt. Generell lohnt es sich deshalb, auch in die Gebäudehülle zu investieren.

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