Meine PV-Anlage liefert bei voller Sommersonne 20% weniger kWp als ausgewiesen. Ist sie defekt?

Die Bezeichnung Kilowattpeak (kWp) steht für die Leistung, welche die Solaranlage bei optimalen Bedingungen kurzzeitig erreichen kann. Dabei handelt es sich um die maximal erreichbare Leistung, jedoch nicht um den Normalfall. 

Dass PV-Anlagen an einem heissen Sommertag «nur» ca. 80% ihres Maximalwertes liefern können, hat damit zu tun, dass die Hitze den Wirkungsgrad der Module negativ beeinflusst. Je wärmer die Module werden, umso schlechter der Ertrag.

Ihren höchsten Peak erreichen PV-Anlagen deshalb nicht im Hochsommer, sondern an einem sonnigen Frühlingstag, wenn die Sonne eher tief am Horizont steht und deshalb nicht so heiss auf die PV-Module einstrahlt. Förderlich für das Erreichen der maximalen Leistung sind auch Szenarien, bei denen das Wetter kalt und der Himmel bedeckt ist und dann plötzlich die Sonne zum Vorschein kommt.

Um die Frage also zu beantworten: Nein, die Solaranlage ist nicht defekt, wenn sie an einem heissen Sommertag ihre maximale Leistungsspitze nicht erreicht.

253 kWp PV-Anlage bei 31 Grad

253 kWp PV-Anlage bei 24.4 Grad

253 kWp PV-Anlage bei max. 15.4 Grad


Der Maximal-Ertrag (Höchstwert, nicht im Total über den Tag) entsteht also nicht dann, wenn die Sonne den ganzen Tag scheint (Bild 1 und 2), sondern wenn es Unterbrüche gibt, bei eher kühlem Wetter (Bild 3). 

Rechnet man den gesamten Ertrag an einem Sommertag zusammen, dann ist dieser dennoch besser als der Ertrag im Frühjahr, denn im Sommer sind die Tage länger. 

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