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WW-Boiler in Ferienwohnung abschalten?

Verfasst am: 06.03.2017 [19:48] Ist es sinnvoll den individuellen Elektroboiler (200 Liter) in Ferienwohnungen abzustellen?
Ab wie viel Tagen ist es allenfalls sinnvoll?
Lohnt sich das Abschalten auch, wenn man beim erneuten Eintreffen bei Hochtarif den Boiler wieder einschaltet?
Wie sieht es bezüglich Bildung von Legionellen aus, da die Wohnung kaum kälter wird als 15 Grad.
Wer hat da genaue Kenntnise?

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.03.2017 um 19:49.]
Verfasst am: 20.03.2017 [11:42] Guten Tag

Um Ihre Frage zu beantworten sind verschiedene Faktoren wichtig wie z. B. die Raumtemperatur, die Grösse des Boilers, Zeit, etc.,
aber als Annäherung könnte man folgende Aussage machen:

Ein 300 Liter Boiler verliert etwa 2 kWh pro Tag rein durch Wärmeleitung über die Wandung (bei ca. 60 bis 65°C Wassertemp.). Zirkulationsverluste (z.B. wenn nicht siphoniert) kommen dann da noch dazu; diese können durchaus nochmals ein Mehrfaches betragen. Das Aufheizen des Boiler von 10 Grad auf 60 Grad benötigt ca. 17,45 kWh Energie.
Theoretisch kann man so sagen, dass es sich ab 9 Tagen Abwesenheit lohnt, den Boiler abzuschalten. Erfolgt nun die Aufladung im Hochtarif anstelle im Niedertarif entspricht dies etwa den doppelten Tagen.
Auf dem Markt gibt es auch Fernsteuergeräte mit denen man den Boiler zum Beispiel auch in der Nacht am Vortag aufladen könnte. Bei kleineren Boilern ist das Verhältnis etwa gleich.

Eine Legionellenvermehrung entsteht vor allem in Temperaturen von 35-45 Grad, bei Abkühlung auf 15 Grad reduzieren sich die Legionellen und bei erneutem Aufheizen auf 60 Grad wird der Boiler wieder entkeimt.
Daher sollte sich kein Legionellenproblem ergeben.

Freundlicher Gruss

fhirschle
Verfasst am: 29.03.2017 [12:22] Ich habe eine weitere Frage zu Legionellen - welcher Experte weis ab welcher Temperatur diese sterilisiert sind, bzw mit verdünnter Salzsäure abgetötet- Salzsäure würde ja gleich ein Teil des Kalk zu Calziumchlorid umwandeln- also 2 Fliegen auf..

2 Frage zum Kalk-Befall- woher kommt die Feststellung dass 1 mm Kalk Energieverbrauch um ca 5% erhöht- Frage an den Physiker- wohin verpufft -verliert sich den diese Energie - wo doch nach meinen Kenntnissen bei Strom die Energieumwandlung in Wärme- was ja bezwekt ist- das Endprodukt sei ? Hat man meine Fragen verstanden ? Vielen Dank
Verfasst am: 31.03.2017 [11:53] Guten Tag siamkatze

Bei einer Wassertemperatur von 55° C stoppt die Vermehrung von Legionellen und bei 60° C werden sie ganz abgetötet. Darum liegt die Temperatur in Boilern für Brauchwarmwasser üblicherweise bei dieser Temperatur.
Da die Sterilisierung über die Temperatur erreicht werden kann, kann auf chemische Mittel verzichtet werden. Salzsäure (Ätzwirkung) wäre eine sehr schlechte Idee, da wir von Wasser sprechen, dass zum duschen und kochen verwendet wird.

Zum Thema Boiler entkalken: Es gibt unterschiedliche Ansichten, ob sich eine Entkalkung positiv auf die Effizienz eines Elektroboilers auswirkt. Hauptsächlich ist es wichtig, dass der Heizstab im Boiler möglichst frei von Kalk ist, damit dieser nicht überhitzt und ersetzt werden muss. Wie oft eine Entkalkung notwendig ist, hängt hauptsächlich davon ab, wie die Wasserhärte in der Region ist und wieviele Personen in einem Haushalt leben.

Freundlicher Gruss

fhirschle



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