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Energieeffizienz Forum - Energieverbrauch

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Grundlast (Stromverbrauch)

Verfasst am: 11.08.2014 [15:17] Habe mir kürzlich ein Messgerät für den Stromverbrauch zugelegt und festgestellt, dass in meinem EFH stets eine Grundlast von ca. 120 W anliegt, auch wenn ich alle (mir bekannten) Verbraucher abschalte. Konnte durch Abschalten einzelner Sicherungsgruppen teilweise feststellen, wo der Strom hinfliesst. Beispiele: ca. 30 W bei der Sicherungsgruppe für die Heizung. Die Heizung selbst verbraucht aber nur 10 W, die übrigen 20W sind ungeklärt. Sicherungsgruppe Aussenbeleuchtung, Garage: Ebenfalls ca. 30 W, wobei als Verbraucher nur die Empfänger der Garagentoröffner bzw. der Bewegungsmelder für die Aussenbeleuchtung identifiziert werden konnen (total ca. 3 W Standby-Verbrauch). Wo fliesst der andere Strom hin? Sind bei Aussenleitungen Kriechströme möglich? Verluste durch Induktion bei ungünstig verlegten Kabeln? Unser jährlicher Stromverbrauch beläuft sich auf ca. 4500 kWh bei 5 Personen, davon 2 Schulkinder. Heizung, Warmwasser mit Pellets bzw. Solarthermie.
Verfasst am: 13.08.2014 [13:30]
"Secundo2" schrieb:

Habe mir kürzlich ein Messgerät für den Stromverbrauch zugelegt und festgestellt, dass in meinem EFH stets eine Grundlast von ca. 120 W anliegt, auch wenn ich alle (mir bekannten) Verbraucher abschalte.

Was für ein Messgerät ist es? Wenn Sie die Hauptsicherungen trennen, zeigt es wirklich 0W an?

"Secundo2" schrieb:

Die Heizung selbst verbraucht aber nur 10 W, die übrigen 20W sind ungeklärt.

Sind alle Umwälzpumpen ausgeschaltet, wenn die Heizungssteuerung ausgeschaltet ist? Rohrbegleitheizung vorhanden?

"Secundo2" schrieb:

Sind bei Aussenleitungen Kriechströme möglich?

Ja. Haben Sie einen Fehlerstromschutzschalter in den betreffenden Lichtgruppen? Kriechströme bis 15mA sind oft anzutreffen. Manchmal sogar viel mehr (Wenn kein FI eingebaut, wird das auch nicht bemerkt.)
Verfasst am: 14.08.2014 [07:39] Es ist durchaus Möglich das eine Grundlast in einem Einfamilienhaus vorhanden ist. Dies
kann durch verschiedene Geräte ( Standby) hervorgerufen werden. So haben zum Beispiel auch die
Bewegungsmelder meist Verluste oder Steuergeräte mit Netzteilen, Beleuchtet Schalter. Auch Krichströme können
Verluste mit sich tragen. Diese werden aber wie schon erwähnt meist nicht entdeckt wenn kein Fehlerstromschutzschalter installiert ist.
Auch der Genauigkeit des Messgerätes ist Achtung zu schenken. Die Messfehler sind bei manchen Geräten doch enorm.
Versteckte Verbraucher sind zum Beispiel auch der TV Verstärker des Netzanbieters falls vorhanden, Tanküberwachungsgeräte,
Enthärtungsanlagen, Pumpen etc.
Um eine genaue Analyse zu machne lohnt es sich auch einmal einen Fachmann vor Ort zu bestellen um in einer "Detektiv" Arbeit die
kleinen Energiefresser zu finden.
Verfasst am: 14.08.2014 [13:06] Messgerät: Das verwendete Messgerät ist ein DIY Kyoto Wattson. Es hat einen Sender, welcher im Elektroschrank verbaut ist und seinerseits Strom benötigt. Ich muss daher die betreffende Sicherungsgruppe (Keller) stets eingeschaltet lassen, damit das Messgerät funktioniert. In diesem Fall wird ein Verbrauch zwischen 0 und 3 Watt angezeigt.

Heizung: Die Umwälzpumpen der Heizung sind im Sommer abgeschaltet, als einzigen Verbraucher der Sicherungsgruppe "Heizung" konnte ich die Steuerung der Pelletsheizung ausmachen. Mit einem Stecker-Messgerät habe ich dort einen Verbrauch von ca. 10 W ermittelt, die ganze Sicherungsgruppe verbraucht jedoch ca. 30 W. Eine Rohrbegleitheizung ist nicht verbaut.

Aussenanschlüsse: Ich gehe davon aus, dass irgendwo ein FI verbaut ist, da die ganze Installation im Jahr 2000 erstellt wurde. Finden konnte ich den FI aber nicht.

Analyse durch Fachleute: Habe schon mal meinen Versorger, die Industriellen Betriebe Aarau, kontaktiert. Die bieten eine Beratung an, welche vor allem auf effiziente Verbraucher und Standby abzielt. Dieses Thema ist bereits abgehakt. Auf weitere Nachfragen bot IBA eine Installationskontrolle an, wie sie periodisch durchgeführt wird. Es hiess jedoch, man dürfe aber nicht erwarten, dass dabei Verluste bzw. heimliche Stromfresser gefunden werden.

Kennt jemand einen Fachmann in der Region Aarau, der sich mit solchen Themen auskennt?

Übrigens: luca.ibaarau.ch findet, dass wir in der Effizienzklasse B (manchmal A) sind. Die von mir gemessene Grundlast scheint also durchaus normal zu sein. Umso grösser ist folglich das Potential für globale Einsparungen, sollte ein Beratungs- und Massnahmenpaket zur Reduktion der Grundlast in Haushalten entwickelt werden. Darum der Aufruf an Fachleute, sich hier zu melden.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.08.2014 um 13:07.]
Verfasst am: 14.08.2014 [13:47] Ah, den Wattson hatte ich auch mal installiert in unserer WG. War erstaunlich, für wieviel Gesprächstoff er gesorgt hat (wer verbraucht denn schon wieder soviel Strom....icon_wink.gif).

Der FI wird wahrscheinlich in der Elektroverteilung fest eingebaut sein. Entweder als FI-LS (Kippschalter mit Sicherung und FI zusammen) oder als 4-poliger FI, über welchen noch weitere Gruppen laufen.
Oder: FI direkt in Aussensteckdose eingebaut (SIDOS). Dieser würde keine Kriechströme z.B. bei Leuchten etc. bemerken.

Haben Sie die Steuerung der Solarthermie, und deren Pumpen auch ausgeschaltet? Das könnte u.U. 20W und mehr ausmachen.

120W (durchschnittliche) Grundlast ist etwa normal, aber nicht wenn eigentlich alle Haushaltsgeräte/Standby-Geräte (KS, Modems, Drucker, TV) vom Netz getrennt sind. Da erscheinen mir 120W (zu) hoch.

Noch viel Spass beim suchen icon_wink.gif

Freundliche Grüsse

Ps: Ansonsten wirklich einen Fachmann rufen. Der kann Ihnen genau sagen, was wo wieviel Strom braucht. Ist schwierig, über ein Forum Rat zu geben... Kenne aber keinen in Ihrer Umgebung...
Verfasst am: 29.11.2014 [11:05] Grüezi mitenand,

Ich habe mal unter Wat(t)son grob die Bedienungsanleitung durchgesehen, welche wie heutzutage üblich, sehr dürftig ist.
Scheinbar (Bildzeichnungen) werden mini Strommesszangen im Bereich von 50 - 200 A verwendet. Die Genauigkeit bei Strommesszangen ist allg. max. um 2-5% vom Endwert. Also unter 1A messen besser vergessen.

What Son gibt hier aus guten Gründen keine Messtoleranzen an, somit eher bei 10-20% Fehler vom Endwert. Die mini geschichteten Eisenkerne so Plan und beweglich zueinander 2x so Parallel zu einander hin zu kriegen, das ist Uhrmacherkunst. Bei kleinen Strömen werden diese Eisenkerne auch nicht mehr genügend magnetisch reagieren, dazu ob nun ein Leiterdurchmesser von 1 mm2 oder 20 mm2 eingeschlauft wird, verändert ebenso die Primärinduktivität und somit das Messergebnis, insbesondere bei engen Magnetischen Kreisen. Hochpermeables Ferrit ist sowieso unstabil.
N.B. auch die vor 50 Jahren verwendeten Schnittbandkerntrafos mit Stahlbändern gespannt, haben die fabrikationsmässig präzise gerichteten und verklebten Kernhälften weniger als 3 Monate an Ort ohne Luftspalt behalten, danach ist der Strom durch die 50Hz-Vibration ohne Belastung um das doppelte bis 5-fache angestiegen.

W. Tell hat schon richtig hingewiesen mit KS, usw. Tiefkühler, Stby.Ströme: Sat-Empfänger 8W, alter TV (neue 2W), Backofendisplay, Cerankochherd, Radiowecker, Garagetoröffner, Alarmanlage, Netzgeräte der Computer, -Notebooks + sonst. Elektronikschmarrn, Belüftungsanlage, usw.
Die üblichen Hersteller-Angaben zum Stby-Verbrauch z.B. Heizungssteuerung mit 10W (eigene Messung WP) sind immer um den Faktor 2-3 tiefer als Effektiv und muss 365 Tage eingeschaltet bleiben, damit die monatlichen Minuten-Starts der Umwälzpumpe erfolgen können und auch der Frostschutz funktionieren soll, sowie um das Eindringen von Feuchtigkeit in die Chips zu verhindern.
Z.B. der Steckdosenthermostat TH-810TN wird mit 1,2VA Leistungsaufnahme angegeben, hat jedoch 4,6VA und weil ich diesen nur im Winter während den 14 Tagen Ferien als Temperaturalarm bei Heizungsausfall brauche, muss dieser 365 Tage eingesteckt bleiben, ansonsten geht der Stütz-Akku und (evt.) Display flöten oder ansonsten nicht vergessen min. jeden 2. Monat für 1-2 Tage einstecken!. Aber nur solange, dass das Gerät seit Fabrikation in Hinterchina nicht schon länger als 3-4 Monate unterwegs und am Ch-Lager war!

Div. Elektroenergie Lieferanten bieten-verkaufen zwangsweise ja schon Smart Grid-Technik an, wo zentral jede Sekunde der Stromverbrauch registriert wird, auf solche Ueberwachungen kann ich verzichten.

Gruss an alle Wattsparer

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