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Energieeffizienz Forum - Heizung

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Stückholzkessel durch eine Wärmepumpe ersetzen?

Verfasst am: 13.02.2015 [16:56] Sehr geehrte Damen und Herren Wir beabsichtigen unseren Stückholzkessel (Vissmann/Köb Pyromat eco 35, 35-40KW) durch eine Wärmepumpe mit Erdsonde zu ersetzen. Der durchschnittliche Jahresverbrauch Scheitholz beträgt ca. 23 Ster Fichte für Heizung und Warmwasser. Für die Heizung sind zwei Speicher zu je 1430Lt eingebaut. Energiebezugsfläche 275 m2, Vorlauftemperatur bis 38 Grad wenn's ganz kalt ist. Damit wir unsere Absicht besser beurteilen können wären wir um Tipps und Ratschläge dankbar. Machen die beiden Speicher bei einem Betrieb mit Wärmepumpe noch Sinn oder sollten sie besser ausgebaut werden? Welche Dimension Wärmepumpe braucht es für Heizung & Warmwasser (Boiler 500Lt)? Bohrtiefe ca. = Kosten für Bohrung (Spühlkopfbohrverfahren)? Danke und freundliche Grüsse
Verfasst am: 16.02.2015 [08:39] Die Heizleistung der Liegenschaft lässt sich anhand des jetzigen Energieverbrauchs errechnen.
Dieser beträgt bei 23 Ster Holz (Fichte) und einem Kesselwirkungsgrad der jetzigen Holzheizung von 80% (geschätzt)
14 kW. Sofern am Anlagestandort eine Erdsondenbohrung möglich ist würde ein Ersatz durch eine Erdsonden-Wärmepumpe Sinn machen. Auch die tiefen Vorlauftemperaturen sprechen dafür.
Einen technischen Speicher wird benötigt wenn das Heizungsverteilsystem mit Radiatoren ausgeführt ist. Hier gilt als Richtwert 30 Liter pro KW Heizleistung. Dies würde 420 Liter bzw. 500 Liter Normgrösse entsprechn. Bei einer Bodenheizung ist ein technicher Speicher meist nicht nötig. Da die bestehenden Speicher mehr als doppelt so gross sind und die Verluste in den Speichern gross, empfiehlt es sich die Speicher zu ersetzen. Für die Brauch-Warmwasser aufbereitung sollte das Volumen an die Personenzahl abgestimmt werden. So reicht für einen 4 Personen Haushalt mit normalem Wasserverbrauch etwa 400 Liter.
Die Bohrtiefe bei der Erdsonde ist nun abhängig von der zu entziehenden Kälteleistung und dem vorhanden Erdreich. Die tiefe muss entsprechend den gültigen SIA Normen entsprechen. Als Richtwert kann mann aber bei einer Entzugsleistung von 40W/m von einer Bohrtiefe von 262.5 Meter ausgehen. Zusätzlich müssen noch für die Entzugsleistung der Warmwasseraufbereitung weitere meter gebohrt wreden. Hier kann von 7.5 Meter pro Person ausgegangen werden. Bei 4 Personen entspricht dies weiteren 30 Metern.
Die Kosten und das Verfahren der Bohrung sind letztendlich von der Bohrtiefe abhängig und dem entsprechenden Bodenprofil und Angebot des Unternehmers.

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