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Wie sich unterwegs Energie sparen lässt

Unser heutiges modernes Leben schaut doch, Hand aufs Herz, oft so aus: Das Wochenende verbringen wir gerne irgendwo in Europa, am liebsten in einer attraktiven Stadt wie Barcelona, Paris oder Rom, am Montagmorgen wartet dann ein geschäftliches Meeting in München, während wir nachmittags bereits wieder zurück in der Schweiz erwartet werden. Und abends will die Jungmannschaft dann mit dem Auto zum Hockeytraining gefahren werden. Keine Frage – wir werden immer mobiler und möchten immer schneller von einem Ort zum nächsten kommen; Mobilität ist ein bedeutender Faktor unserer Lebensqualität.

Angesichts der Tatsache, dass wir Schweizerinnen und Schweizer täglich fast 37 Kilometer im Inland zurücklegen, überrascht es nicht weiter, dass wir in unserem Alltag über 35 Prozent des gesamten schweizerischen Energieverbrauchs für die Mobilität ausgeben. Bei der Mobilität Energie zu sparen bringt entsprechend viel und – ist aber gar nicht so schwierig.

Energiesparen bei der Mobilität: Drei Tipps

1. Fliegen Sie nicht (so weit)

Flüge verursachen erhebliche Mengen an Treibhausgasen – je länger der Flug, desto mehr CO2. Dabei gibt es Erholung am Strand nicht nur am anderen Ende der Welt: Wer einmal zu zweit nach Mallorca statt auf die Malediven fliegt, kann bereits 9.000 kg CO2 einsparen.

Und weil ein Kurzstreckenflug ein Vielfaches mehr Energie braucht als die Reise mit der Bahn, spielt auch die Wahl des Verkehrsmittels eine Rolle: Gerade innerhalb der Schweiz wie auch ins nahe Ausland ist der Zeitaufwand für eine Bahnreise meist nur unwesentlich grösser als für eine Flugreise – und eine Zugfahrt ist erst noch entspannender. Der Zug kann also sehr oft eine gute Alternative zum Flieger sein. 

2. Wählen Sie das optimale Verkehrsmittel

Der naheliegendste Tipp fürs Energiesparen bei der Mobilität ist natürlich der, dass Sie sich immer gut überlegen sollten, welches Verkehrsmittel sich am besten für einen bestimmten Einsatzzweck eignet. So ist ja klar, dass das Velo für kurze Strecken die ideale Lösung darstellt. Und für den Fall, dass Sie einen längeren Weg oder sogar eine Bergstrecke zu bewältigen haben, bietet sich das E-Bike an. Denken Sie aber auch an den ÖV – er ist aus energietechnischer Sicht sicher ein attraktiver Weg. Was aber, wenn Sie trotzdem ab und zu ein Auto brauchen? In diesem Fall könnten ja auch Carsharing oder Fahrgemeinschaften clevere Lösungen für Sie sein.

E-Bikes
Wenn Sie täglich mit dem Velo statt mit dem Auto zur Arbeit fahren, schlagen Sie gleich drei Fliegen mit einer Klappe: Sie müssen keinen Parkplatz suchen, tun etwas für Ihre Fitness und sind klimafreundlich mobil – bei einem Weg von 5 km vermeiden Sie jährlich nämlich 425 kg CO2. 

E-Bikes sind ein äusserst attraktives Fortbewegungsmittel und bieten zahlreiche Vorteile – so ist die Dynamik mit einem E-Bike eine ganz andere als mit einem herkömmlichen Velo. Für den E-Bike-Fahrer bedeutet dies vor allem eine grössere Unabhängigkeit – so spielt es keine Rolle, ob Berge oder extreme Steigungen zu überwinden sind. Und weil sich auch die Leistung der Akkus in den vergangenen Jahren stark verbessert hat – die Reichweite einer Batterieladung beträgt heute rund 100 bis 200 Kilometer – ist das E-Bike auch für längere Strecken oder Touren bestens geeignet. Ein weiterer grosser Vorteil des E-Bikes ist es, dass Staus und die nervige Suche nach einem Parkplatz vermieden werden können. Ausserdem ist das E-Bike das klar schnellste Verkehrsmittel bei Distanzen zwischen 8 und 12 km. Pendler, aber auch ältere Menschen, die sich eine möglichst weitgehende Mobilität erhalten möchten, sind mit einem E-Bike, für das man notabene keinen Ausweis braucht, also ganz klar im Vorteil, denn sie leisten zusätzlich auch noch einen guten Beitrag zum Umweltschutz, wenn sie auf ein Auto verzichten. Übrigens: Eine spannende Alternative zu E-Bikes können auch E-Scooter sein!

ÖV
In Innenstädten statt auf das Auto auf den ÖV zu setzen, macht Sinn, keine Frage. Aber auch in dem Fall, in dem Ihre nächste Reise nicht gerade auf einen anderen Kontinent gehen soll, könnten Sie statt mit dem eigenen Auto lieber mit dem Bus verreisen. Neben der Bahn ist der Reisebus nämlich das klimafreundlichste Transportmittel auf Fernreisen: Pro Person stösst ein Reisebus auf 100 Kilometer gerade mal 31 Gramm CO2 aus, während ein Zug 46 Gramm, ein PKW 138 Gramm und ein Flugzeug sogar 356 Gramm CO2 verursacht. Im Vergleich mit anderen Transportmitteln ergibt sich also ein beachtliches Einsparpotenzial. Und mit dem Bus kommen Sie nicht nur sicherer und klimafreundlicher, sondern auch günstiger ans Ziel. Die in der Schweiz neu aufgekommenen Reisebusse werden zwar zunehmend genutzt, trotz der vielen Vorteile aber noch klar zu selten. 

Carsharing
Wenn Sie nur ab und an ein Auto benötigen, kann Carsharing genau das Richtige für Sie sein. Beim Carsharing sparen Sie sich nicht nur die hohen Anschaffungs- und Haltungskosten für ein Fahrzeug – 

meistens werden heute auch moderne Autos eingesetzt, die sehr wenig Benzin verbrauchen. Das bedeutet, dass Sie nicht nur weniger Geld fürs Tanken ausgeben, sondern gleichzeitig auch weniger CO2 ausstossen. Ein Auto schlägt schnell mit mehreren hundert Franken monatlich zu Buche. Beim Carsharing hingegen teilen sich viele Nutzer die Kosten für Anschaffung und Versicherung – und Ihre persönlichen Ausgaben reduzieren sich auf einen geringen Mitgliederbeitrag pro Jahr.

Wie Carsharing ganz konkret funktioniert? Melden Sie sich bei einer Carsharing-Community an. Die Fahrzeuge einer Carsharing-Organisation sind auf fest angemieteten Parkplätzen verteilt. Dort steht dann, wie bei einem Autoverleih auch, eine Auswahl an verschiedenen Fahrzeugklassen für Sie zur Verfügung.

Fahrgemeinschaften
Ist Ihr Arbeitsweg etwas länger und Sie müssen ihn als Pendler jeden Tag mit dem Auto zurücklegen, kann sich die Bildung von Fahrgemeinschaften lohnen. Schon bei einem Arbeitsweg von fünf Kilometern pro Strecke können Sie bis zu 570 kg CO2 vermeiden, wenn Sie zusammen mit ein paar Kollegen zur Arbeit fahren. Die Bildung von Fahrgemeinschaften zahlt sich dabei natürlich auch finanziell aus. Und: Für gelegentliche Fahrten durch Europa lässt es sich bei Online-Mitfahrbörsen nach Fahrern und Mitfahrern suchen.

3. Setzen Sie auf energieeffiziente Fahrzeuge

Tragen Sie sich mit dem Gedanken, sich einen neuen Wagen anzuschaffen? Für den Kauf eines Neuwagens gibt es heute ein wichtiges Hilfsmittel: die Energieetikette. Sie klärt über den Verbrauch und insbesondere die Energieeffizienz des Fahrzeugs auf. Empfehlenswert ist die Anschaffung von Fahrzeugen der Klasse A – so verbraucht ein moderner Mittelklassewagen dieser heute weniger als vier Liter Treibstoff pro 100 Kilometer.

Elektromobile

Elektromobilität ist sinnvoll, sind die Motoren strombetriebener Fahrzeuge doch wesentlich effizienter als Verbrennungsmotoren. Zwar gibt es hier wie da Energieverluste, Tatsache ist aber, dass strombetriebene Fahrzeuge punkto Nutzenergie deutlich besser abschneiden als konventionelle Verbrennungsmotoren. Zu beachten ist jedoch, dass die Elektrofahrzeuge mit erneuerbarer Energie betrieben werden sollten, denn sonst kann der ökologische Vorteil auch rasch wieder verloren gehen.

Die Vorteile der Elektromobilität:

  1. Hoher Wirkungsgrad der Antriebseinheit
  2. Geräuscharmer Antrieb
  3. Geringe Unterhaltskosten aufgrund eines tiefen Wartungsaufwandes
  4. Abgasfrei
  5. Umweltfreundliches Tanken, sprich: Keine Freisetzung von Benzol- und Dieseldämpfen
  6. Möglichkeit der Energierückgewinnung, z.B. beim Bremsen, gegeben

Auch wenn Hybridfahrzeuge – eine Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor – sich in der Schweiz längst grosser Beliebtheit erfreuen und heute auch immer mehr in Grossserien produzierte Elektrofahrzeuge auf unseren Strassen unterwegs sind, stehen diese neuartigen Fortbewegungsmittel noch am Anfang ihrer Entwicklung. Weitere Entwicklungsarbeit ist nötig, damit die heute noch teure Technik für jedermann erschwinglich wird. In den kommenden Jahren wird es sicher auch darum gehen, ein schweizweites Netz an Schnellladestationen zu schaffen. Die sogenannte Reichweiten-Angst ist immer noch die grosse Problematik der Elektromobilität. Das Ziel wird es also sein, dass die Kunden der Elektromobilität ein möglichst unkompliziertes Netz an Ladestationen erhalten und sie so auch grössere Distanzen mit ihren Elektrofahrzeug zurücklegen können. Ausserdem wird auch die Dauer des Ladevorgangs schneller werden müssen. Heute ist er von mehreren Faktoren abhängig: Fahrzeugtyp, Grösse der Fahrzeugbatterie, Schnellladefähigkeit des Fahrzeugs u.a.m. Bei einer Schnellladung wird heute 80% der Batteriekapazität in ca. 30-40 Minuten erreicht. Wird das Fahrzeug mit 3.7 oder 11 kW geladen, variiert die Ladezeit zwischen 4-8 Stunden.