Sie sind sauber, schnell und leise: Die E-Motos. Derzeit fahren sie zwar noch etwas im Windschatten von Elektroautos und E-Bikes, doch die Auswahl an Typen und Modellen ist gewachsen. Ständig drängen neue Produkte auf den Markt – für ganz verschiedene Bedürfnisse: Retro E-Roller für die Stadt wie im Bild links zu sehen der Etrix S02i E-Roller, E-Cargo Scooter fürs Gewerbe oder E-Motorräder für Töff-Begeisterte. (Copyright Bild links: ETRIX AG)

Umweltfreundliche Elektromotorräder – im Folgenden kurz E-Motos genannt – sind in der Schweiz noch relativ wenig verbreitet. Eigentlich zu Unrecht, denn E-Motos bieten viele Vorteile. Das hat auch die Schweizerische Post erkannt und eine Flotte mit Tausenden von flinken Kyburz-Dreiradrollern für ihre Postboten angeschafft.

Gemäss einer Studie von NewRide verursachen E-Motos rund 60 Prozent weniger Umweltbelastung als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Von Abgasen also keine Spur. Dazu sind die Fahrkosten nahezu null: Der Energieverbrauch liegt je nach Fahrleistungen bei 3-8 kWh pro 100 km, was umgerechnet 0,3-0,8 Liter Benzin entspricht.

Die Palette an E-Motos wächst. Die E-Cargo Scooter mit drei Rädern, wie sie von der Post genutzt werden, sind – entsprechend konfiguriert – auch für Senioren und Menschen mit Behinderung ideal. Bei den klassischen E-Scooters besteht eine ganze Bandbreite an Modellen. Mit dem Mobilec ist ein in der Schweiz entwickeltes Produkt erhältlich, das sich als praktisch emissionsfreier Ersatz für Zweitakt-Mofas eignet (bis 35 km/h). Für den städtischen Verkehr sind E-Scooters mit Maximal-Geschwindigkeiten von 45 bis 80 km/h ideal, wie zum Beispiel diejenigen von Etrix oder Veda. Die schnellsten E-Scooters werden bei 120 km/h abgeriegelt, um die Batterie zu schonen. Bei den E-Scooters finden sich auch schöne Retro-Modelle (z.B. Emco Nova R 2000). Die Königsklasse bei den E-Motos bilden die E-Motorräder. Der Zero SR trumpft mit einer Höchstgeschwindigkeit von 164 km/h und einer Reichweite von bis zu 325 km auf.

Achtung vor Billigangeboten

Sobald klar ist, ob es ein E-Scooter, E-Cargo Scooter oder E-Motorrad sein soll, gibt es einige wenige Dinge zu beachten. Eine empfehlenswerte, aktuelle Übersicht findet sich bei Topten. Die Liste enthält nur Modelle, deren Unterhalt durch ein gutes Netz von Schweizer Vertretungen und Werkstätten gewährleistet ist. Denn das E-Moto braucht einen regelmässigen Service und gegebenenfalls Ersatzteile. Griffige Pneus und starke Bremsen sind zwingend für eine sichere Fahrt. Die Topten-Übersicht enthält keine Produkte mit Bleibatterien. Diese sind nicht selten in günstigen Modellen unter 2000 Franken eingebaut. Sie haben auch den Nachteil, dass oftmals nach kurzer Zeit die Ersatzteile nicht mehr verfügbar sind.

Einmal Volltanken für 1 Franken

Die Akkus der E-Motos lassen sich ganz bequem an jeder regulären 230V Haushaltssteckdose innert weniger Stunden aufladen. Viele Hersteller bieten Schnellladegeräte an, welche die Ladezeit stark reduzieren. Wie bei allen E-Fahrzeugen ist die Reichweite auch bei E-Motos ein Thema, wobei Faktoren wie Fahrweise, Witterung, Reifendruck und Topografie einen spürbaren Einfluss auf den Energieverbrauch haben. Mittlerweile bieten viele Hersteller gegen Aufpreis stärkere Akkus oder sogar die Möglichkeiten an, einen zweiten Akku zu nutzen. So verdoppelt sich die Reichweite gleich. Je nach Akkukapazitäten (2-16 kWh) kostet einmal Volltanken bei den E-Motos umgerechnet lediglich 1-3 Franken.

Topten-Übersicht zu E-Motos

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