Dort Energie gewinnen, wo immer die Sonne scheint! Auch für Europa. Das war 2009 die Vision von Desertec.

In der Wüste Nordafrikas und dem Nahen Osten sollten über die nächsten 30 Jahre hunderte Öko-Kraftwerke gebaut werden, die den Strombedarf der Region gedeckt hätten – und dazu noch rund 15 Prozent des europäischen Verbrauchs. Zwar schaffte es die Desertec-Industrieinitiative (Dii) in Ländern wie Tunesien, Algerien, Marokko oder Ägypten das Interesse an grünem Strom zu wecken. Aus dem Pilotprojekt in Nordafrika wurde jedoch nichts, und Wüstenstrom nach Europa zu exportieren blieb auch nur eine Vision.

Mit ein Grund ist einerseits der Boom in Europa bei Wind- und Solaranlagen, andererseits haben dem Projekt der Arabische Frühling zugesetzt: Terror, Umstürze, Bürgerkriege. Keine idealen Rahmenbedingungen um Investoren zu gewinnen.

Zuletzt konzentrierte sich die Dii darauf, Anlagen für den schnell wachsenden Strombedarf in Afrika zu fördern. Und auch in Zukunft wir sie als Beratungsfirma weiter tätig sein und die arabische Region beim Aufbau grüner Energien beraten.


Desertec galt als eines der ehrgeizigsten Erneuerbare-Energien-Projekte überhaupt.

 

Bild: ABB

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