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Weitere Informationen zum Stromverbrauch im Haushalt

Stromverbrauch im Haushalt

Typischer Stromverbrauch pro Schweizer Haushalt

Der Stromverbrauch pro Haushalt variiert stark. Deshalb macht es auch Sinn, von einem typischen Haushaltsverbrauch und nicht von einem durchschnittlichen Haushaltsverbrauch zu sprechen. Die hohen Unterschiede sind darauf zurückzuführen, dass die benutzten Geräte beträchtliche Differenzen bezüglich der Effizienz aufweisen und auch die Intensität der Nutzung unterschiedlich ist.

Der typische Verbrauchswert für einen Haushalt mit 2 Personen liegt bei 2750 kWh pro Jahr ohne die Verwendung eines Elektroboilers. Was genau zu diesem Stromverbrauch dazugezählt wird ist in der Grafik Aufteilung des Stromverbrauchs ersichtlich. Bei Verwendung eines Elektroboilers steigt der Verbrauch um 2000 kWh pro Jahr. In der Grafik Haushalt-Stromverbrauchswerte ist ersichtlich, dass bei einem Einfamilienhaus die Verbrauchswerte höher liegen.

Zusammenstellung der typischen Haushalt-Stromverbrauchswerte nach Personenzahl. (Quelle: S.A.F.E.)

 

Der Verbrauchswert für einen Haushalt in einem Mehrfamilienhaus mit 2 Personen lag im Jahre 2007 noch bei 3500 kWh. Es ist folglich ein Rückgang des Stromverbrauchs zu beobachten. Dies hängt zu einem grossen Teil mit dem Einsatz von wesentlich effizienteren Geräten zusammen.

 

 

Aufteilung des Haushalt-Stromverbrauchs

Aufteilung des Stromverbrauchs bei Haushalt mit 2 Personen in Mehrfamilienhaus (Quelle: S.A.F.E.)

Kühlschränke und Beleuchtungssysteme werden immer effizienter. Zwar sind diese Anteile im Kuchendiagramm immer noch sehr ausgeprägt, doch die Tendenz ist sinkend. Dafür steigen die Anteile im Bereich Unterhaltungselektronik und Heimbüro. Der Grund dafür ist der zunehmend intensivere Gebrauch von immer mehr Geräten.

Bei Neubauten ist der Anteil der allgemeinen Gebäudetechnik massiv kleiner als hier in der Abbildung dargestellt. Auch hier kann man dies auf einen effizienteren Einsatz von Gebäudetechniken, zum Beispiel einer Heizungspumpe, zurückführen.

 

Grosses Sparpotential

Der Stromverbrauch im Haushalt hat grosses Potential zur Effizienzsteigerung und somit zu Einsparungen. Gemäss Experten liesse sich der Stromverbrauch eines Haushaltes durch den Einsatz von effizienteren Geräten und Beleuchtung halbieren. Zu den grossen Stromfressern gehören die Beleuchtung, Tumbler, Waschmaschine und Kühlschrank. Man kann grosse Mengen an Strom sparen, wenn man energieeffiziente Geräte verwendet. Doch auch ein energiebewusstes Nutzungsverhalten bewirkt Grosses.

An dieser Stelle werden einige einfache und grundlegende Stromspar-Tipps aufgeführt:

  • Kochen & Backen: Hier ist das Sparpotential sehr gross. Einsparungen erreicht man mittels Kochen mit Deckel, Dampfkochtopf, Ausnützung von Restwärme, Verwendung von Spezialgeräten statt Herd (z.B. Wasserkocher). Ausschalten des Gerätes nach dem Gebrauch, besonders bei Kaffeemaschinen.

  • Geschirrspüler: Gerät ganz füllen und Sparprogramm wählen

  • Kühlschrank: Hier ist das Sparpotential nur gering. Tür nicht lange offen lassen, keine aufgeheizten Dinge hineinstellen.

  • Beleuchtung: Hier herrscht ein grosses Sparpotential durch Verwendung von Spar- und LED-Lampen und durch konsequentes Lichtausschalten beim Verlassen des Zimmers.

  • Unterhaltungselektronik & Heimbüro: Gerät ganz ausschalten statt Standby-Modus verwenden.

  • Waschmaschine: Die Maschine gut füllen und tiefere Waschtemperaturen wählen.

  • Wäschetrocknen: Grosses Sparpotential bei Verwendung eines effizienten Gerätes und besonders bei einer sparsamen Nutzung (Wäsche öfters an der Luft trocknen).

Die Entstehung und Entwicklung des Stromverbrauchs in der Schweiz

Bevor wir wach sind klingelt bereits der Wecker, wir schalten das Licht an, kochen Kaffee oder Tee, öffnen den Kühlschrank. Nach der Dusche schnell Richtung Tram, ein kurzer Blick auf das Mobiltelefon verrät uns die Pläne für den Abend, angekommen bei der Arbeit rattert bereits die Maschine oder der Computer. Diese Aufzählung könnte endlos weitergeführt werden und ein Leben ohne Elektrizität ist wohl für niemanden mehr vorstellbar.

Wie mit vielen Dingen von denen man täglich umgeben ist, wird einem aber nur selten bewusst, dass dieser Energielieferant seinen Siegeszug vor noch nicht allzu langer Zeit begann und die Wohnzimmer von vielen uns heute umgebende älteren Menschen noch durch die Flammen von Gas und Öl erleuchtet wurden.

Heute drücken wir einen Lichtschalter und der Raum wird mit Licht erfüllt. Vor 130 Jahren aber hätte dieses Phänomen noch erstaunen und Beifall ausgelöst. Die Ausrufe „Zauber“, „Magie“ oder „Wunder“ fielen nicht selten in diesem Zusammenhang.

 

(Quelle: Bundesamt für Energie)



Entwicklung der Stromnutzung in der Schweiz bis 1915

Der Speisesaal des Hotel Kulm in St. Moritz 1879. Das erste beleuchtete Etablissement der Schweiz.
(Quelle: Hotel Kulm, nzz.ch)

Das Hotel Kulm in St. Moritz kann bis heute für sich behaupten in der Schweiz das erste Etablissement gewesen zu sein, das durch ein eigenes, kleines Kraftwerk seine Säle beleuchtete. 1879 wurde dort mit dem Ziel, vermögende Gäste anzulocken, die erste elektrische Beleuchtungsanlage in Betrieb genommen.

Die Schweiz befand sich bis Ende des 19. Jahrhunderts in einer Vorreiterrolle in der Stromversorgung und bis 1910 konnte sie den weltweit grössten Stromverbrauch pro Kopf aufweisen. Die Elektrizität hatte ihren durchschlagenden Erfolg ihrer sofortigen Verfügbarkeit über grosse Distanzen hinweg zu verdanken. „Dass der Strom über grosse Entfernungen hinweg transportiert werden konnte, machte aus einem Luxusgut ein Allgemeingut“. (Energia, 05.2013)

Der Tourismus, die öffentliche Hand und später auch die Industrie zählten zu den treibenden Kräften hinter dieser Entwicklung. Zehn Jahre nach dem Hotel Kulm bestanden 351 Anlagen, die 52‘000 Lampen in der ganzen Schweiz mit Strom betrieben, im Jahr 1933 bereits 13.2 Millionen. Die Wachstumsraten in der Stromproduktion überstiegen diejenigen aller anderen europäischen Länder. Im gleichen Tempo entwickelte sich die Elektrifizierung der Fabriken. Wurden in der Schweiz 1895 nur in der Wollindustrie mehr als 10% der Maschinen mit Strom betrieben, nutzten im Jahre 1937 bereits über 90% aller Industriesektoren Strom in der Produktion.

Dies war unter anderem eine Folge des 1. Weltkrieges und dem daraus resultierenden Schweizer Willen zur Verringerung der Energieträgerabhängigkeit (vor allem Kohle) aus dem Ausland. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einigten sich dazumal auf eine gemeinsame Stossrichtung bezüglich Elektrifizierung und Strom wurde für eine immer breitere Bevölkerung verfügbar.

Von da an erhöhte sich der Anteil der Elektrizität langsam aber stetig. Ein schweizweit allumfassendes Netzwerk an privaten und öffentlichen Elektrizitätswerken und Kraftwerken sowie ein zunehmend weiter verzweigtes Stromnetz versorgten immer mehr Menschen. Die Schweiz mit ihren hohen Niederschlagsraten und den Alpen konnte vor allem aus der Wasserkraft ein enormes Stromproduktions-Potential schöpfen.

Die Bevölkerung partizipierte an der neuen Energie mehr und mehr auch in den Haushalten. Das aufkommen von Wärmeapparaten (Bügeleisen, Kochherd, Heizkörper, Boiler, etc.) bescherte vielen Haushalten erste elektrifizierte Annehmlichkeiten.

 

Entwicklung Stromverbrauch in der Schweiz 1945-1990

Ab 1945, nach dem 2. Weltkrieg, erhöhte sich die Nachfrage nach Elektrizität weiter. Der wirtschaftliche Boom ab den 1960er-Jahren und das stetige Bevölkerungswachstum beförderte die Nachfrage nach Energieträgern und allein der Stromverbrauch pro Kopf verdoppelte sich zwischen 1950-1970 von 2‘054 kWh auf über 4‘000 kWh und bis 1990 sogar auf fast 7'000 kWh.

Mit den ersten, bereits dazumal umstrittenen Atomkraftwerken Beznau 1969/1971 und Mühleberg 1971, sollte der zunehmenden Nachfrage auch langfristig nachgekommen werden. Die Atomkraftwerke in Leibstadt 1979 und Gösgen 1984 kamen hinzu und 1990 wurden bereits 46‘578 GWh Strom produziert, was einen Verbrauch pro Kopf von 6‘939 kWh ausmacht. Eine Verdreifachung seit 1950.

Bis ins Jahr 2012 war die Industrie grösster Strom-Endverbraucher. Ab den 70er-Jahren zeigte sich jedoch auch bei der Nachfrage nach Strom die wirtschaftliche Sektorverschiebung, weg von der Industrie hin zum Dienstleistungssegment.

Der Dienstleistungssektor, aber auch die Haushalte, hatten ab den 60-Jahren die grössten Zuwachsraten was den Strom-Endverbrauch betrifft. So steigerte der Dienstleistungsbereich ihren Verbrauch zwischen 1975-1980 um 90% und die Haushalte sogar um 106%. Bei den Haushalten kamen immer mehr neue Geräte hinzu. Tumbler, Tiefkühler, Waschmaschinen und Heizstrahler befanden sich zunehmend in Privatbesitz und wurden erschwinglich. Ab Anfang der 90-Jahre zeichneten sich die Haushalte bereits für 30% des Strom-Endverbrauchs verantwortlich, die Dienstleistungsbetriebe für 25%, die Industrie für 34% und der Verkehrssektor für 8%.

 

Stromverbrauch 1990-2015: Stabilisierung auf hohem Niveau

Seit den 1990 bis 2015 hat der Strom-Endverbrauch noch einmal um rund 11‘700 GWh bzw. um 25% zugenommen. Der Verbrauch lag 2015 bei 58‘246 GWh was einem Verbrauch pro Kopf von 7'033 kWh entspricht. Die Entwicklung des Stromverbrauchs wurde vor allem durch das Bevölkerung- und Wirtschaftswachstum getrieben.

Der Pro/Kopf-Verbrauch hat sich nach einer starken Zunahme seit den 1950er-Jahren, ab den 1990er-Jahren und bis heute in absoluten Zahlen stabilisiert. Dieser bewegte sich ab 1990 stets zwischen 6‘900 kWh und 7700 kWh. Die von Jahr zu Jahr beobachtbare Variabilität des Stromverbrauchs hängt stark von den Witterungsverhältnissen in den betrachteten Jahren ab. Kalte, lange Winter erfordern mehr Energie als kurze und laue. Witterungsbereinigt ist jedoch seit den 90er-Jahren eine weitere Zunahme des Verbrauchs pro Kopf zu erkennen.

Diese Stabilisierung scheint beachtlich und trotzt einem enormen Aufkommen der Informationstechnologien wie Computer, Laptops, etc. in unseren Haushalten und Büros. Effizienzgewinne der jeweiligen Geräte konnten eine stärkere Zunahme des Strom-Endverbrauchs pro Kopf etwas abfedern. Die Informationstechnologien begründen auch  die Verschiebung der Verbrauchsanteile nach Verbrauchergruppe am Strom. Im Jahr 2015 waren die Haushalte mit 32.2% die grösste Verbrauchsgruppe. Die Industrie benötigte rund 30.9% des Gesamtendverbrauchs und der Dienstleistungssektor 27.1%. Der öffentliche Sektor bleibt bei rund 8% und der Landwirtschaftssektor bei 1.7%-2%.

Zukunft des Stromverbrauchs in der Schweiz

Stromverbrauch Schweiz: Mögliche Szenarien

Wie sich der Stromverbrauch in der Schweiz zukünftig entwickelt, kann nicht klar vorausgesagt werden. Es gibt aber verschiedene Szenarien bezüglich des zukünftigen Verbrauchs. Der Verband schweizerischer Elektrizitätswerke hat in seiner Studie „Wege in die neue Stromzukunft“ drei Szenarien entwickelt.

 

  • Szenario I: Weiter wie bisher

    Anstieg des Strom-Verbrauchs um 25% bis 2050.

    Im ersten Szenario geht man davon aus, dass sich der Wachstums-Trend im Stromverbrauch fortsetzt. Es wird mit einem Gesamtverbrauch von 81 TWh ausgegangen.

    Gründe dafür sind vor allem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, sowie der Ersatz fossiler Energieträger durch elektrisch erzeugte Energie vor allem in den Bereichen der Wärme und Mobilität. Dämpfend auf den Verbrauch würden sich erwartete Effizienzgewinne der Geräte und Anwendungen auswirken.

  • Szenario II: Effizienzgewinne

    Anstieg des Strom-Verbrauchs um 15% bis 2050.

    Hier wird mit einem Gesamtverbrauch von 73 TWh im Jahr 2050 ausgegangen. Nach einem prognostizierten Anstieg bis 2035, wird ab da an mit einem Rückgang bis 2050 gerechnet.

    Die geringere Zunahme als in Szenario I wird vor allem durch eine erwartete höhere Energie- und Stromeffizienz der Geräte und Anwendungen begründet.

  • Szenario III: Die Bevölkerung und die Politik in der Pflicht

    Abnahme des Strom-Verbrauchs um 7% bis 2050.

    Der Gesamtverbrauch sinkt bis 2050 auf 60.5 TWh. Nach anfänglichem Anstieg um 7% bis ins Jahr 2025, sinkt der Verbrauch danach bis ins Jahr 2050 um 14%.

    Dieses Szenario geht von massiven Effizienzgewinnen bei beim Strom-Verbrauch aus. Dies reicht jedoch nicht. Weiter ist ein Bewusstsein der Bevölkerung und der Konsumenten mit parallelem Konsumverzicht und der politische Wille mit der Bekenntnis zu erneuerbaren Energien von Nöten.

 

Quelle: Wege in die neue Stromzukunft, Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), 2012

Stromverbrauch in Europa

Stromverbrauch - Entwicklung Europa

Seit den 50er Jahren ist der Stromverbrauch pro Kopf in der Schweiz kontinuierlich gestiegen. Lag der Stromverbrauch in den 60er noch unter 2000kWh pro Kopf, verbrauchen die Schweizerinnen und Schweizer aktuell beinahe 8000kWh. In Europa sieht dieser Trend ähnlich aus.

Vor allem bis ins Jahr 2000 sind die Werte des Stromverbrauches steigend. Doch seit der Jahrtausendwende stockt der Anstieg, vielerorts ist sogar ein Abwärtstrend ersichtlich. Diese Entwicklung beruht auf verschiedenen Gründen.

Stromverbaruch pro Kopf (kWh) von 1960 bis 2012 (Quelle: Weltbank)

 

Ressourcenknappheit, Klimawandel und Energiewende

Die Endlichkeit von Ressourcen wurde schon seit dem 18. Jahrhundert debattiert. Das mögliche Ausgehen der Kohlevorräte und folgender Energiemangel waren Drahtzieher dieser Debatte. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde erstmals der Treibhauseffekt thematisiert, welcher in Kombination mit Kohle zum Klimawandel beiträgt. Die Industrialisierung und Globalisierung führt zu ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Problemen und verstärkten zusätzlich die seit den 70er Jahren thematisierte Umwelt- und Energiekrise.

 Gründe für die Energiewende:

  • Klimawandel
  • Endlichkeit von Ressourcen
  • Kernenergie Problematik und Atomausstieg
  • und viele Mehr: Energiewende Schweiz

 

Die Energiewende bezeichnet also einen Übergang der Nutzung von einer nicht-nachhaltigen Nutzung von nicht-erneuerbaren Energieträgern zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbaren Energieträgern.

Das Ziel einer zuverlässigen und umweltfreundlichen Energieversorgung kann nur mittels Energiesparen sowie dem Einsatz von erneuerbarer Energie erreicht werden.

Energiesparen und erneuerbare Energie als Schlüsselfunktion für eine Nachhaltige Energieentwicklung (Quelle: energiewende.ch)

 

Ziele der Energiewende sind:

  • Eine nachhaltige Energieversorgung für die drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität
  • Atomausstieg und Klimaschutz
  • Soziale und ethische Ziele (z.B. Bekämpfung der Energiearmut in Entwicklungsländer, externe Kosten internalisieren)
  • Energieeffizient und Energiesparen

 

Bis anhin gilt Dänemark als Pionier der Energiewende. Im Jahr 2012 wurde bereits 30% des Strombedarfs mittels Windenergie gedeckt.

Für weiteres Interesse beobachten Sie den Energiewende-Index, er errechnet für sieben wichtige Themen, wie gut die Energiewende in der Schweiz auf Zielkurs ist. 

 

Neue Technologien

Als wichtigstes Instrument, um den Energieverbrauch ohne Einbussen an Nutzen zu senken, ist die Steigerung der Energieeffizienz. Eine höhere Energieeffizienz ermöglicht das Erreichen eines gewünschten Nutzens (z.B. Antrieb eines Motors, erzeugen von Wärme) mittels geringerem Energieaufwand. Wird die Energieeffizienz erhöht bringt das folgende Vorteile mit sich:

  • Steigerung der ökonomischen Effizienz
  • Verringerung der Energieknappheit
  • Senkung der an den Energieverbrauch gekoppelten Treibhausgasemissionen

 

Um die Energieeffizienz zu steigern wurde in den vergangen Jahren intensive Forschung betrieben und diverse Technologien entwickelt. Folgende Beispiele sind nur einige neue Technologien, welche zu einer Senkung des Stromverbrauches beigetragen haben.

 

Energieeffizienztechnologien:

  • Brennstoffzellen
  • Wärme-Kraft-Koppelungen (WKK)
  • Fernwärme/ Fernwärmenetz
  • Smart-Grids
  • Wärmepumpen
  • Energiespeicher
  • Mehr: Energieeffizenez Technologien 

 

 

Brutto Stromverbrauch in Europa (Quelle: Weltbank)

Der Norden – ein intensiver Stromverbraucher

Aus den Grafiken Stromverbrauch pro Kopf und Brutto Stromverbrauch in Europa ist klar ersichtlich, dass die nordischen Länder (Island, Norwegen, Finnland, Schweden) viel mehr Strom verbrauchen als andere Europäische Länder. Gründe dafür sind u.a. das kältere Klima, die langen Nächte, eine grosse Zahl an Elektroheizungen und die günstigen Strompreise dank intensiver Wasserkraft. Außerdem wirkten sich die Industriestruktur, Effizienz der Technik, Verbrauchergewohnheiten und Wohlstand auf den Stromverbrauch aus.

 

Jedoch wird ein Drittel der gesamten nordischen Energieversorgung durch erneuerbare Energien gedeckt (Wasser, Wind). So sind die nordischen Länder, bezogen auf die Energiewende, ein bisschen fortgeschrittener.