Fragen Sie unsere Experten

Die Energie Experten beantworten gerne Ihre Energiefragen.

Ihre persönlichen Daten in diesem Formular werden vertraulich behandelt, weder für den Versand des Newsletters verwendet, noch an Dritte weitergegeben.

Sie haben auch die Möglichkeit Ihre Fragen im Forum zu platzieren.

Ihre Angaben

Ihre Frage

* alle Felder sind Pflichtfelder

Wissenswertes rund ums Thema Energie

Das Klima gilt es zu schützen

Die gegenwärtige, vor allem durch den Menschen verursachte globale Erwärmung ist nur ein Beispiel für einen Klimawandel – er bezeichnet die Veränderung des Klimas auf der Erde unabhängig davon, ob die Ursachen auf natürlichen oder menschlichen Einflüssen beruhen. Unter Klima wird dabei die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände verstanden, einschliesslich ihrer typischen Aufeinanderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Oftmals reden wir allerdings vom Klima, meinen aber eigentlich das Wetter. Worin der Unterschied zwischen Klima und Wetter liegt? Grob könnte man sagen, Wetter ist kurzfristig, Klima langfristig. Das heisst also:

  • Wetter bezeichnet den aktuellen Zustand der Atmosphäre, heute, morgen, übermorgen –  heute regnerisch, morgen wieder sonnig. Unter Wetter verstehen wir Regen, Bewölkung, Wind, Sonnenschein, Hitze oder auch Kälte.
  • Klima dagegen bezeichnet den Zustand der Atmosphäre über einen längeren Zeitraum, und zwar eher Jahrzehnte als Jahre, hinweg. 

Nun könnte man meinen, dass man das Wetter nur über eine gewisse Zeit beobachten müsste, um das Klima zu ermitteln. Ganz so einfach ist es jedoch nicht - neben dem Wetter spielen auch die Meere, ihre Strömungen, Gletscher, die Sonneneinstrahlung und anderes mehr eine Rolle. Und neben verschiedenen Klimazonen wie z.B. der tropischen, subtropischen, gemässigten oder kalten Zone kennen wir auch ein globales Klima, ein sogenanntes Weltklima. Wenn nun aber von einer globalen Erwärmung die Rede ist, heisst das nicht, dass wir überall auf der Welt und zu jeder Zeit wärmere Temperaturen haben.

Cleantech tut dem Klima gut

Auf Deutsch übersetzt bedeutet Cleantech wörtlich „saubere Technologien“. Entsprechend wird unter dem Begriff gemeinhin die Idee verstanden, durch den Einsatz neuartiger Verfahren, Produkte und Dienstleistungen Effizienzerhöhungen, Leistungs- oder Produktivitätssteigerungen bei gleichzeitiger Emissionsreduktion und Ressourcenschonung zu erzielen. Dies ist in einer Welt, in welcher der Bedarf an Gütern und Dienstleistungen nach wie vor ansteigt, von grosser Bedeutung, geht es doch immer mehr darum, diese Tatsache mit dem endlichen Angebot natürlicher Ressourcen und der Notwendigkeit der Klimaschonung in Einklang zu bringen. Konkret gilt es, ökologische und ökonomische Aspekte in einem nachhaltigen Wirtschaften zu vereinen. Je konsequenter man also auf Cleantech setzt, desto umweltschonender und nachhaltiger ist das Wirtschaftswachstum. Im Einsatz sauberer Technologien verbindet Cleantech also die Ansprüche ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit mit einem gesteigerten gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein. Nicht umsonst ist Cleantech einer der Megatrends der kommenden Jahrzehnte. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, mit denen natürliche Ressourcen effizient eingesetzt werden können, steigt rasant. Regierungen, Unternehmen und auch Konsumenten investieren derzeit entsprechend massiv in Cleantech-Lösungen aller Art.

Elektrischer Strom

Elektrischer Strom ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Er entsteht durch die Bewegung von Elektronen (= negativ geladene Teilchen eines Atoms) durch einen elektrischen Leiter. Strom kann nur fliessen, wenn elektrische Spannung vorhanden ist. In einer Batterie, einem Akku oder Generator sammeln sich in einem geschlossenen Stromkreis die Elektronen am Minuspol. Das bedeutet, dass am Pluspol des Stromkreises weniger Elektronen sind – ein Ungleichgewicht zwischen den Polen ist entstanden = Spannung. Elektrische Spannung wird in Volt (V) gemessen. Die Menge der elektrisch geladenen Teilchen, die fliesst, stellt die Stromstärke dar. Sie wird in Ampère gemessen. Wird der Stromkreis unterbrochen, zum Beispiel durch einen Schalter oder eine Sicherung, kann der Strom nicht mehr fliessen.

Wie Strom erzeugt wird

Eigentlich wird Strom ja gar nicht wirklich erzeugt. Vielmehr wird eine Energieform in eine andere umgewandelt. Dies geschieht in verschiedenartigen Kraftwerken – Atom-, Wasser-, Kohlekraftwerke. Aber auch Holz, Erdöl und Erdgas, die Sonne (Photovoltaikanlage, Sonnenwärmekraftwerk), die Erdwärme, der Wind (Windenergieanlage) oder chemische Reaktionen (Biogasanlage) können zur Umwandlung in elektrische Energie herangezogen werden. Auch Müllverbrennungsanlagen und die Gezeiten (Ebbe und Flut) werden für die Energiegewinnung genutzt. Das Herz eines Kraftwerkes ist dabei immer der Generator. Er wandelt Bewegung in elektrischen Strom um. So wird in einem Wasserkraftwerk fliessendes Wassers zur Drehung eines Wasserrades genutzt. Diese Bewegung wird durch eine Welle oder ein Getriebe an den Generator weitergeleitet, der sie in elektrische Energie umwandelt. Die so gewonnene Energie wird über Stromnetze zu den Konsumenten transportiert. In der Schweiz kostet eine kWh Strom je nach Region und je nach gewähltem Tarif (Nachttarif, Ökostrom u.a.m.) zwischen 10 und 40 Rappen.

Wasserkraft

Wasserkraft, auch Hydroenergie genannt, nutzt unterschiedliche Kräfte, welche durch strömendes Wasser erzeugt werden, um Energie für eine Reihe von Zwecken zu erzeugen. So kann Wasserkraft verwendet werden, um entweder elektrische Energie, oder auch um mechanische Bewegung für eine Vielzahl von Bedürfnissen zu erzeugen. Im Gegensatz zu vielen anderen Energiequellen, zum Beispiel fossilen Brennstoffen, liefert Wasserkraft eine konstante Energiequelle, die sich nicht erschöpfen kann.

Vor- und Nachteile der Wasserkraft

Wasserkraft benötigt keine Brennstoffe wie die meisten anderen Energiequellen, was im Vergleich mit anderen fossilen Brennstoffen, deren Kosten jedes Jahr steigen, einen grossen Vorteil darstellt. Auch die Betriebs- und Arbeitskosten sind in der Regel gering, weil Wasserkraftwerke weitgehend automatisiert sind. Der hauptsächliche Nachteil liegt darin, dass Wasserkraft schlicht nicht überall auf der Welt erzeugt werden kann. Dank ihrer Topographie und beträchtlichen durchschnittlichen Niederschlagsmengen bietet die Schweiz allerdings ideale Bedingungen für die Wasserkraftnutzung.

Bioenergie

Angesichts immer knapper werdender fossiler Energieträger gewinnt Bioenergie zunehmend an Bedeutung. Mit Bioenergie sinkt nämlich nicht nur die Abhängigkeit von Öl und Erdgas, sondern auch der Ausstoss an klimaschädlichem CO2.

Basis für die Bioenergie ist die Biomasse. Diese entsteht aus verschiedenen organischen Substanzen wie z.B. den Energiepflanzen (Ölsaaten, zuckerhaltige Pflanzen) sowie aus landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Abfällen sowie Siedlungsabfällen, einschliesslich Holz und Hausmüll.

Bioenergie bzw. Biomasse kann zum Heizen, zur Stromerzeugung und für Bio-Kraftstoffe verwendet werden. Durch den Einsatz von Biomasse wird nicht nur die Abhängigkeit von Öl und Erdgas verringert, sondern auch der Ausstoss an klimaschädlichem CO2. Die Kohlendioxidmenge, die bei der Verbrennung von Biomasse freigesetzt wird, entspricht dabei der Menge, die von der betreffenden Pflanze aufgenommen wird, wenn sie wächst. Die Bilanz der Bioenergie ist allerdings nicht ganz kohlenstofffrei, da bei Prozessen wie dem Anbau oder der Kraftstoffherstellung Emissionen nicht ganz vermieden werden können.

Die verschiedenen Arten der Biomasse greifen für die Erzeugung von Bioenergie auf unterschiedliche Technologien und Verfahren zurück: Für die energetische Verwertung fester Biomasse (wie Holz und Stroh) können verschiedene Verfahren angewandt werden. Hierzu zählen die Verbrennung, die Pyrolyse, die Hydrolyse oder auch die Vergasung. Biogas kann durch anaerobe Gärung aus organischem Abfall hergestellt und aus Deponiegas gewonnen werden. Es kann in Fahrzeugen verwendet werden, die auf Naturgas umgestellt wurden.

Die Vorteile von Biomasse

  • Sie diversifiziert die Energieversorgung
  • Sie bietet eine Alternative zu konventionellen Brennstoffen mit einem hohem CO2-Ausstoss
  • Sie hilft, Abfälle zu verwerten
  • Sie schützt und schafft Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten.

Heizung

Eine Heizung ist ein Bauteil, ein Gerät oder eine technische Anlage, das/die dazu dient, einem Objekt Wärmeenergie (Nutzwärme) zuzuführen. Die Nutzwärme wird entweder in der Heizung erzeugt – und zwar durch Umwandlung aus einer anderen Energieform, beispielsweise chemischer oder elektrischer Energie, oder aus Umgebungs- oder Abwärme oder auch nur übertragen.

Wie eine Heizung funktioniert

Eine klassische Heizung besteht aus den drei Elementen Wärmeerzeuger, Wärmeverteiler und Wärmeverbraucher. Der Wärmeerzeuger ist dabei in der Regel ein Heizkessel, der mit unterschiedlichen Brennstoffen – hauptsächlich mit Öl oder Gas – arbeitet. Durch die Verbrennung der Brennstoffe entsteht Wärme, die auf ein Medium übertragen wird. Als Medium wird meist Wasser verwendet, da es eine hohe Wärmekapazität besitzt und relativ günstig ist. Für die Wärmeverteilung wird das erwärmte Wasser über eine Umwälzpumpe durch Rohrleitungen zu den Heizkörpern transportiert. Die Wärmeverteilung wird mittels Ventilen geregelt. Dabei handelt es sich um kleine Öffnungen in den Rohren, die in Abhängigkeit der Temperatur grösser und kleiner werden können. Auf diese Weise verändert sich der Querschnitt der Rohrleitung, sodass mal mehr und mal weniger warmes Wasser in den Heizkörper gelangt.

Die beste und günstigste Heizung

Welches Heizsystem ist am besten und günstigsten? Die perfekte Heizung an sich gibt es nicht. Welche Heizung individuell die Richtige ist, hängt stark vom Immobilientyp, seinem Zustand, den persönlichen Präferenzen des Eigentümers und auch dem verfügbaren Platz ab. Und auch die Einschätzung der zukünftigen Preisentwicklung bei den jeweiligen Heizstoffen ist von Bedeutung. Sicher ist, dass man mit Luft- und Erdwärmepumpen sowie Pelletheizungen ökologisch die bessere Lösung hat und die Energiekosten tiefer liegen. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus wird mit erneuerbarer Energie wesentlich günstiger beheizt als mit fossilen Feuerungsanlagen. Gleiches gilt für Mehrfamilienhäuser. Die Energiepreise, die Verzinsung der neuen Anlagen sowie die Unterhalts- und Servicekosten sind dabei in diesem Heizsystemvergleich berücksichtigt. 

Wichtig: Neben den Anschaffungs- und Betriebskosten sind bei der Berechnung von Kosten und Nutzen von Heizsystemen auch Fördergelder und der Aufwand für den Rückbau der alten Anlage in Betracht zu ziehen.