Mit einem Reduktionsziel von minus 20% CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber von 1990 gehört die Schweiz zu den Vorreiternationen im globalen Klimaschutz. Mit der Förderung von Klimaschutzprojekten trägt die Stiftung KliK aktiv zur Erreichung dieses Ziels bei: Sie wurde am 1.1.2013 von den Mineralölgesellschaften gegründet, welche im Rahmen des neuen CO2-Gesetzes dazu verpflichtet sind, bis 2020 rund 6.5 Mio. Tonnen CO2 durch Klimaschutzprojekte im Inland zu kompensieren.

Damit das ehrgeizige Reduktionsziel der Schweiz bis 2020 erreicht werden kann, ist am 1.1.2013 das neue CO2-Gesetz in Kraft getreten. Ein wichtiger Teil des neuen Gesetzes ist die Kompensationspflicht für Treibstoffimporteure: Rund 60% der angestrebten Emissionsreduktionen sollen dadurch erzielt werden, dass die CO2-Emissionen, welche durch den in der Schweiz in Verkehr gebrachten Treibstoff verursacht werden, kompensiert werden. Neben der Kompensationspflicht verankert das CO2-Gesetz weitere Instrumente zur Reduktion des CO2-Ausstosses: Mit der CO2-Abgabe werden fossile Brennstoffe verteuert. Unternehmen können sich von dieser Abgabe befreien, wenn sie Emissionsziele mit dem Bund vereinbaren, oder im Emissionshandelssystem teilnehmen. Mit den Einnahmen der Abgabe wird einerseits ein Grossteil der kantonalen Förderung von Gebäudemassnahmen finanziert. Andererseits wird damit ein Technologiefonds geäufnet, welcher Bürgschaften an klimafreundliche Entwicklungen vergibt. Weiter ist auch die Zielvorgabe für spezifische CO2-Emissionen für PKWs im CO2-Gesetz festgeschrieben. 

Zur Erreichung des Kompensationsziels im Verkehr fördert die Stiftung KliK Klimaschutzprojekte und -programme in der Schweiz, die den Ausstoss von Treibhausgasen in den Bereichen Verkehr, Gebäude, Unternehmen und Landwirtschaft reduzieren.

Breite Palette an Förderinstrumenten

Die Spannbreite an geförderten Projekten und Förderprogrammen ist sehr gross: Sie reicht vom Einsatz erneuerbarer Energien bei Fernwärmeprojekten oder beim Einsatz von Hybrid- und Elektrobussen und Energieeffizienzmassnahmen im Gebäudebereich über Lachgas- und Methanreduktionen in Kläranlagen bis zum Ersatz von hoch klimawirksamen Industriegasen. Die Stiftung KliK ermöglicht dadurch Unternehmen und Privaten in verschiedensten Bereichen auf klimafreundliche Lösungen umzusteigen und damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz in der Schweiz zu leisten. Alle Projekte und Programme müssen von unabhängigen Stellen geprüft und vom Bund anerkannt werden.

Projekte und Programme der Stiftung KliK in den vier Plattformen

Aktivitäten der Stiftung KliK

Die Stiftung KliK arbeitet bei der Umsetzung der Projekte und Programme mit Intermediären und verschiedenen Partnern zusammen. Momentan sind 57 Einzelprojekte und 6 Projektbündel unter Vertrag. Ausserdem werden die bestehenden Projekte der Stiftung Klimarappen weitergeführt. Von über 40 näher untersuchten Programmen werden nun 15 konkret umgesetzt, weitere 6 befinden sich in verschiedenen Stadien der Entwicklung. Daneben finanziert die Stiftung Mehrleistungen von ca. 310 Unternehmen; dies sind Emissionsreduktionen, die über das zwischen Unternehmen und Bund vereinbarte Reduktionsziel hinausgehen und hauptsächlich durch Effizienzmassnahmen erreicht werden. Der Erwerb von Emissionsrechten aus der Periode 2008 – 2012, die von der Industrie nicht verwendet wurden, ist eine weitere Aktivität der Stiftung.

Das Bild zeigt die Heizzentrale des Wärmeverbundes Göschenen-Andermatt, ein Projekt welches bis 2020 bis zu 24‘000 Tonnen CO2 reduziert.


Mit den finanziellen Anreizen der Stiftung soll das Schweizer Klimaschutzpotential ausgeschöpft werden. Die Mineralölgesellschaften stellen der Stiftung KliK dazu von 2013 bis 2020 gegen eine Milliarde Franken zur Verfügung. Dieser Betrag entspricht auf die abgesetzte Treibstoffmenge umgelegt 1 bis 2 Rappen pro Liter. Eine Obergrenze von 5 Rappen pro Liter Treibstoff darf gemäss CO2-Gesetz nicht überschritten werden.  

Unterstützt werden Projekte durch den Erwerb von Bescheinigungen, welche diese durch die Verminderung von CO2-Emissionen generieren. Die Bescheinigungen gibt die Stiftung wiederum beim Bund ab, um damit ihre Kompensationspflicht zu erfülle.

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