Der Tumbler ist ein Haushaltsgerät, das viel Strom braucht. Ein Mal Wäsche trocknen verbraucht je nach Alter und Effizienz des Wäschetrockners zwischen 0,7 und 1,6 kWh. Wer auf das Tumblern verzichten kann, spart also einiges an Energie. Nicht alle Alternativen sind jedoch gleich gut geeignet.
Für das maschinelle Wäschetrocknen verbrauchten Schweizer Haushalte früher jedes Jahr rund 800 Millionen Kilowattstunden Strom – neue Geräte mit Wärmepumpe dürften dazu beitragen, dass dieser Wert langfristig sinkt. Am günstigsten ist es aber, die Wäsche an der Sonne trocknen zu lassen. Das geht allerdings nicht immer. Gerade im Herbst und im Winter machen uns Nebel und Kälte oft einen Strich durch die Rechnung. In vielen Wohnungen fehlt auch schlicht die Möglichkeit, etwas draussen aufzuhängen.
Einfache Tipps zum Energie sparen beim Wäsche trocknen
Vor dem Trocknen die Wäsche gut schleudern
Die effizienteste Variante zum Trocknen wählen
Wäsche draussen trocknen – Je nach Wetter die Restfeuchte der Wäsche im Innenraum fertig trocknen.
Ungeheizter, trockener Raum – Idealerweise mit geöffnetem Fenster.
Wäsche im Tumbler trocknen – Gibt es keine Möglichkeit, die Wäsche draussen zu trocknen oder in einem ungeheizten, gut gelüfteten Raum, ist das Trocknen der Wäsche in einem effizienten Tumbler am besten.
Nur wer keine dieser Empfehlungen umsetzen kann, sollte auf einen Raumluft-Wäschetrockner zurückgreifen, dann aber mit geschlossenem Fenster (und ohne zusätzliche Heizung). Gute Tumbler sind heute effizienter als Raumluft-Wäschetrockner.
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Wäsche gut schleudern – Wie gesagt: Je besser die Wäsche nach dem Waschen geschleudert wird, desto trockener kommt sie bereits aus der Maschine und benötigt folglich weniger Energie beim Trocknen im Tumbler.
Tumbler ganz füllen – Am effizientesten läuft das Gerät, wenn es korrekt befüllt ist und nicht halb leer läuft.
Die EU ist noch daran, die Anforderungen an Wäschetrockner zu überarbeiten, so dass auf der Energieeffizienzetikette zukünftig wieder die Kategorien A bis F gelten und die Geräte sinnvoller auf die Kategorien verteilt sind. Bis dahin gilt: Kaufen Sie Geräte der Energieeffizienzkategorie A+++ mit einer Kondensationseffizienzklasse A.
Wer etwas Geduld aufbringt, kann auch bei kühlem Nebelwetter Wäsche draussen aufhängen. (Foto: Nadja Gross)
Wäsche draussen trocknen: Balkon oder Garten
Im Vorteil ist, wer die Wäsche draussen trocknen kann. Dies ist mit Abstand am effizientesten, weil es nur Zeit zum Wäsche auf- und Abhängen und keine Energie benötigt. Wer keinen Zugang zu einem Garten hat oder in einer Überbauung wohnt, welche keinen Aussenplatz bietet, wo Wäsche aufgehängt werden darf, kann dies auch auf dem Balkon oder der Terrasse tun. Ein Wäscheständer ist schnell aufgestellt und auch rasch wieder platzsparend versorgt.
Bei trockenem, warmem Wetter
Am besten trocknet Wäsche, wenn trockenes, warmes Wetter herrscht. Hier verdunstet das Wasser aus der Wäsche am schnellsten. Ein bisschen Wind beschleunigt das ganze zusätzlich. An einem heiss-trockenen Sommertag ist es so möglich, dass die Wäsche in 2-3 Stunden trocken ist. Ansonsten dauert es einige Stunden bis zu einem Tag.
Bei nebligem, kühlem Wetter
Aber auch bei nebligem, kühlem Wetter lohnt es sich, die Wäsche draussen aufzuhängen, so verdunstet der grösste Anteil der Feuchtigkeit draussen, nach ein, zwei Tagen kann die Wäsche entweder komplett trocken abgehängt werden oder man stellt die fast trockene Wäsche noch für einige Stunden in einen Innenraum, um die Restfeuchte zu verdunsten. Das ist bereits so wenig, dass die zusätzliche Feuchtigkeit im Raum kein Problem darstellt.
Wäsche trocknen bei Minustemperaturen
Auch bei klirrender Kälte kann die Wäsche draussen getrocknet werden. Klingt unglaublich, aber es funktioniert! Dabei setzt man auf einen physikalischen Prozess, die Sublimation. Dabei verdunstet das Eis direkt. Man hängt also die Wäsche auf, diese gefriert beinhart. Wichtig: in diesem Zustand sollten Sie die Wäsche nicht bewegen oder gar abhängen, denn erstens ist sie nicht trocken und zweitens könnte auch etwas kaputt gehen. Sobald die Wäsche wieder locker auf der Leine flattert, ist sie trocken und kann noch kurz im Innenraum aufgewärmt und dann versorgt werden. Das kann sehr schnell gehen, beispielsweise bei -10 °C in einer Stunde trockene Wäsche.
Wäsche drinnen trocknen? Vorsicht!
Wer nasse Wäsche drinnen aufhängen möchte, muss einige Dinge beachten. Wer es schon versucht hat, weiss: Die Luft im Raum wird so richtig feucht. Diese Feuchtigkeit muss weg. Entweder man lüftet also fleissig – was im Winter dazu führt, dass warme, geheizte Luft und damit viel Energie verloren geht – oder man benutzt einen Entfeuchter, einen sogenannten Raumluftwäschetrockner, der dem Raum die Feuchtigkeit entzieht. Dieses Gerät braucht ebenfalls Energie.
Im Folgenden zeigen wir für verschiedene Szenarien auf, wie unterschiedlich sie betreffend Energieeffizienz sind.
Wäsche im Trockenraum oder Keller trocknen …
Dies kommt dem Trocknen auf dem Balkon/im Freien am nächsten, da keine zusätzliche Energie aufgewendet wird.
Wenn Wäsche im geschlossenen Raum getrocknet wird, geht die komplette Feuchtigkeit in den Raum. Kann sie nirgends entweichen, setzt sie sich auf Wänden, Fenstern, Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen ab. Gerade in ungeheizten Räumen kann dies schnell zu Schimmelbildung führen, was unbedingt zu vermeiden ist, denn gesundheitliche Probleme könnten die Folge sein.
Um dem Schimmelproblem entgegenzuwirken, könnte man auf die Idee kommen, einfach das Fenster zu kippen, um die Feuchtigkeit loszuwerden. Leider lüftet man dabei auch die warme Luft nach draussen, was zu einer grossen Energieverschwendung führt.
Ob geheizt oder ungeheizt: Um die Feuchtigkeit loszuwerden, kann ein Entfeuchter (sogenannter Raumluftwäschetrockner) verwendet werden.
Am effizientesten ist es, wenn der Raum nicht zusätzlich geheizt wird, denn Wäsche trocknet nicht besser durch mehr Wärme, sondern je trockener die Luft ist.
Die Fenster sollten auf jeden Fall geschlossen sein.
Moderne Raumluftwäschetrockner sind mit Sensoren ausgestattet, die das Gerät ausschalten, wenn keine Feuchtigkeit mehr entzogen werden kann (somit dann, wenn die Wäsche trocken ist).
Luftfeuchtigkeit mit Thermo-Hygrometer kontrollieren
Regelmässig die Luftfeuchtigkeit im Raum zu prüfen hilft, damit kein Schimmel entstehen kann. Nicht nur durch das Wäschetrocknen kann zu viel Feuchtigkeit in einen Raum gelangen. Auch Duschen oder Kochen kann die Luftfeuchtigkeit stark erhöhen.
Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt bei 35 bis 50 % bei einer Raumtemperatur zwischen 18 und 21 °C.
Gerade in Altbauten, wo es nicht immer möglich ist, die Raumtemperatur optimal zu steuern, kann mit einem effizienten Luftentfeuchter nachgeholfen werden, wenn die Luftfeuchtigkeit zu stark ansteigt. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt bei 35 bis 50 % bei einer Raumtemperatur zwischen 18 und 21 °C.
Wäsche in der Wohnung trocknen?
In einigen Wohnräumen wird die Luft während der Heizperiode sehr trocken und strapaziert die Atemwege derart, dass manchmal ein Luftbefeuchter zum Einsatz kommt. In so einem Fall kann man den Luftbefeuchter ausschalten und stattdessen Wäsche in der Wohnung trocknen.
Am besten immer nur eine Maschinenladung Wäsche aufs Mal, so dass die Luftfeuchtigkeit nicht ins andere Extrem kippt. Auch hier hilft ein Hygrometer bei der Kontrolle: Steigt die Feuchtigkeit zu stark, kann man mit kurzem Stosslüften gegensteuern. Ansonsten sind die Fenster geschlossen zu halten.
Das gleiche Problem wie im geheizten Keller stellt sich auch im Wohnraum. Die Feuchtigkeit muss irgendwo hin. Das äussert sich in beschlagenen Fenstern, feuchten Wänden und im schlimmsten Fall durch Schimmelbildung an kalten Aussenwänden, Aussenecken, in Fensterlaibungen, hinter Möbeln, etc. Mit regelmässigem Stosslüften kann man die Feuchtigkeit aus der Wohnung bringen (kurzes Öffnen aller Fenster für wenige Minuten, um die feuchte Luft auszutauschen, ohne die in den Möbeln und Wänden gespeicherte Wärme zu verlieren).
Die schlechteste Variante ist, die Wäsche im Zimmer aufzuhängen, während die Heizung läuft und gleichzeitig ein Kippfenster ständig geöffnet ist, um die Feuchtigkeit in Schach zu halten. Die fürs Heizen aufgewendete Energie wird dabei zum Fenster hinaus verschwendet.
Wer einen Raum extra heizt und zum Wäsche trocknen das Fenster geöffnet lässt, um die Feuchtigkeit auszulüften, würde besser einen effizienten Tumbler benutzen.
Man sollte den Tumbler nicht verteufeln. Je nach Situation ist er die effizienteste Methode um Wäsche zu trocknen.
MSc Umweltnaturwissenschaften ETH, arbeitet als Projektleiterin Energieeffizienz bei Topten und betreut dort unter anderem die Kategorien rund um Licht, Küchengeräte, Fahrzeuge und Holzheizungen.
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Rolf Meier
Vor 4 Jahren
Wir wohnen seit 22 Jahren in einem alten, umgebauten Haus. Ein Teil unseres Hauses war früher Stall und Scheune. Seit wir in diesem Haus wohnen, hänge ich die Bettwäsche zu jeder Jahreszeit draussen auf dem Balkon auf und hatte noch nie Probleme damit; man braucht nur Geduld. Es ist nicht nur die Sonne und die Wärme, welche die Wäsche trocknet, auch der Wind hilft mit. Unsere Alltagswäsche hänge ich, wenn es die Balkonleinen nicht ausreichen, immer in der Galerie auf. Noch nie hatte ich Probleme mit der Feuchtigkeit. In einem holzverkleideten Haus schadet die Feuchtigkeit weniger, weil das Holz diese aufnehmen und bei Trockenheit (im Winter) wieder abgeben kann. Und Wäsche, die nach dem Schleudern aus der Maschine genommen wird, ist gar nicht mehr so feucht, dass sich in einer normal belüfteten Wohnung Schimmel bilden kann. Es sei denn, man hänge täglich einen vollen Wäscheständer mit feuchter Wäsche auf.
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Rolf Meier
Vor 4 Jahren
Wir wohnen seit 22 Jahren in einem alten, umgebauten Haus. Ein Teil unseres Hauses war früher Stall und Scheune. Seit wir in diesem Haus wohnen, hänge ich die Bettwäsche zu jeder Jahreszeit draussen auf dem Balkon auf und hatte noch nie Probleme damit; man braucht nur Geduld. Es ist nicht nur die Sonne und die Wärme, welche die Wäsche trocknet, auch der Wind hilft mit. Unsere Alltagswäsche hänge ich, wenn es die Balkonleinen nicht ausreichen, immer in der Galerie auf. Noch nie hatte ich Probleme mit der Feuchtigkeit. In einem holzverkleideten Haus schadet die Feuchtigkeit weniger, weil das Holz diese aufnehmen und bei Trockenheit (im Winter) wieder abgeben kann. Und Wäsche, die nach dem Schleudern aus der Maschine genommen wird, ist gar nicht mehr so feucht, dass sich in einer normal belüfteten Wohnung Schimmel bilden kann. Es sei denn, man hänge täglich einen vollen Wäscheständer mit feuchter Wäsche auf.