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Waschmaschinen haben A+++ erreicht und jetzt?

Obwohl heute fast alle Waschmaschinen die Energieeffizienzklasse A+++ erreichen, wird immer noch unnötig Strom und Wasser verschwendet. Einfache Einkaufs- und Nutzungstipps birgen noch grosses Potential.

Ian RothwellIan Rothwell3 min

Die Waschmaschine ist dasjenige Haushaltsgerät, welches die meiste Zeitersparniss eingebracht hat. Der ursprüngliche Waschtag beansprucht lediglich noch einige Minuten von uns, die mühsame Arbeit übernimmt die Waschmaschine. Heute sind praktisch alle verkauften Waschmaschinen in der Energieeffizienzklasse A+++ angekommen. Trotzdem finden sich auch heute noch Unterschiede, die eine deutliche Energieeinsparung mit sich bringen. Insbesondere lässt sich Geld sparen mit wenigen, einfachen Tipps beim Wäschewaschen.

Über A+++ hinaus

Wer heute eine Waschmaschine kauft, sieht nur noch A+++. Das Energielabel hat seine Wirkung in den letzten fünf Jahren kräftig entfaltet. Viele Hersteller gehen aber noch weiter. Die Vergleichsplattform topten.ch berücksichtigt die Neuheiten und präsentiert die besten Modelle online. Bestgeräte bei topten.ch sind heute nochmals 40 Prozent effizienter als die Energieeffzienzklasse A+++. Ausserdem besitzen alle Topten-Waschmaschinen die beste Schleudereffizienz-Klasse A. Diese Schleudereffizienz ist wichtig, denn eine ordentlich geschleuderte Wäsche braucht anschliessend deutlich weniger Energie beim Trocknen im Tumbler. Schleudern ist energieeffizienter als das Trocknen durch die warme Luft eines Wäschetrockner.

Durch die rasante Effizienzentwicklung und Teilbeladungserkennung ist das Thema Dimensionierung bei den Waschmaschinen heute nicht mehr so relevant. Die meisten Waschmaschinen heute sind für 8–9 kg Wäsche pro Waschgang ausgelegt. Falls etwas weniger Wäsche eingelegt wird, so erkennt die Waschmaschine die Teilbeladung und reduziert die Wassermenge. Trotzdem, XXL-Geräte mit über 9 kg Waschkapazität sollten nur bei tatsächlichen Bedarf gekauft werden. Studien zeigen, dass pro Waschgang je nach Haushaltsgrösse im Schnitt nur 3.5 – 4.5kg Wäsche gewaschen werden. Es ist daher wichtiger, die Maschine richtig zu füllen und dafür weniger häufig zu waschen.

Bei all diesen Entwicklungen ist man geneigt eine neue Maschine zu kaufen. Wenn die Waschmaschine aber noch funktioniert, sollte nicht aus Energiespargründen eine neue Waschmaschine gekauft werden. Die unten aufgeführten Nutzungstipps sind bei älteren Maschinen genauso wirksam.
 

Cool waschen

Nicht nur Kauftipps helfen Energie und langfristig Kosten zu sparen. Nach dem Kauf einer effizienten Waschmaschine oder bei der Nutzung der bestehenden Maschine helfen folgende Tipps von der Topten-Fachexpertin Andrea Berger.

  • Gut geschleudert, ist halb getrocknet: Auch wenn eine Waschmaschine die Schleudereffizienz-Klasse A aufweist, ist nicht immer für alle Waschprogramme die maximale Schleuderleistung voreingestellt. Vergewissern Sie sich, dass auch für 20, 30 und 40 Grad Wäsche die Schleuderzahl auf das Maximum eingestellt ist (ausser Sie waschen Delikates wie Seide oder heikles Bügelgut).
  • Waschmaschine ganz füllen: Je mehr Wäsche auf einmal gewaschen wird, umso effizienter ist das Waschen. Trotz Teilbeladungsautomatik braucht eine halbvolle Maschine mehr als halb so viel Energie. Aber auch Überladung ist zu vermeiden, weil dann kann die Wäsche nicht richtig behandelt werden.
  • «Cool» waschen lohnt sich: Kalt waschen bei 20 Grad statt bei 60 Grad spart nochmals bis zu 70 Prozent an Energie. Bei den heutigen Waschmitteln und bei normaler Verschmutzung wird die Wäsche hygienisch sauber. Nicht jede Wäsche muss bei 20 Grad gewaschen werden, wer aber hauptsächlich bei 20 und 40 Grad wäscht, spart immer noch 30–50% ein. Einmal pro Monat bei 60 Grad zu waschen ist empfehlenswert um den sogenannten Biofilm zu vermeiden.
  • Sonnenkraft nutzen: Am besten fürs Portemonnaie und für die Umwelt ist immer noch das Trocknen an der Sonne. Ausserdem, UV Strahlen sind gute Keim-Killer.
     

Und was bringt die Zukunft?

Ab 2021 kommt das neue Energielabel. Durch die dessen Wiedereinführung der A-G-Skala verschwinden die verwirrenden A+, A++ und A+++ Energieklassen. Die effizientesten Geräte am Markt sind dann in der Klasse A. Mit dem neuen Energielabel kommen auch neue Ökodesign-Anforderungen. Das Spannende daran, sie erhalten weitere Anforderungen an die Ressourceneffizienz, z. B. Erhältlichkeit von Ersatzteilen und Zugang zu Reparatur-Anweisungen.

Und weil Kaltwaschen ein so grosses Einsparpotential bietet, müssen alle Waschmaschinen in Zukunft einen separaten Knopf für das Kaltwaschen aufweisen. Wer heute also ein Topten-Gerät kauft und konsequent bei tieferen Temparaturen wäscht, ist schon heute in der Zukunft angekommen.
 

Mit einem zweckgebundenen Kostenanteil von 0.17 Rappen pro Kilowattstunde auf dem Stromtarif bieten die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) zweimal jährlich Förderprogramme für Private an. Die Programme fördern energieeffizente Produkte und motivieren ihre Kunden Strom und Geld zu sparen.

Diesen Sommer (1.6. - 31.8.2019) gibt es 25% Rabatt auf effiziente Waschmaschinen und Wäschetrockner mit Topten Label. Weitere Infos auf www.ekz.ch/kundenaktion
 

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Kommentare

  • Michael Haslebacher

    06.06.2019 12:08:49

    vielen Dank. Der Beitrag ist inhaltlich sehr gut, sprachlich leider nicht so.

  • Stefan B

    15.06.2019 12:25:46

    Die Energieeffizienzklasse wird v.a. dadurch erreicht, dass immer grössere Wäschemengen deklariert werden. 8 kg Wäsche bringt man nur zusammengelegt in die Trommel. Wie im Artikel aufgeführt, werden meist nur 3.5 bis 4.5 kg Wäsche gewaschen. Früher waren die Waschmaschinen für 5 kg Wäsche dimensioniert. Vielleicht ist die Trommel inzwischen etwas grösser geworden, aber die hohen Gewichtsangaben dienen doch v.a. dazu, eine bessere Energieeffizienzklasse zu erreichen.