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Sparen beim Heizen

Bis zu 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Haushalten entfällt auf die Raumwärme, also das Heizen – und auf Warmwasser. Die Heizperiode umfasst in unseren Breitengraden nicht das ganze Jahr, und es ist offensichtlich, dass bei diesem Faktor, der mehr als Dreiviertel des Energieverbrauchs ausmacht, am besten gespart werden kann. Damit wird nicht nur das Portemonnaie, sondern auch die Umwelt geschont. Viele befürchten, dass dabei die Lebensqualität eine Einbusse erleidet. Auch das ist nicht der Fall, wenn man die richtigen Massnahmen ergreift.

Im Folgenden erfahren Sie als Mieter oder als Hausbesitzer oder Eigentümer einer Ferienwohnung alles Wissenswerte rund um das Thema Sparen beim Heizen. Manche Tipps lassen sich völlig gratis umsetzen, andere bedingen Investitionen, die sich aber durch weniger Verbrauch an Heizenergie wieder rechnen. Vom Beitrag an den Umweltschutz ganz zu schweigen. Es lohnt sich, ein effizientes Heizsystem zu wählen, damit die Energiekosten auch in Zukunft niedrig bleiben. 

Wie spare ich als Mieter beim Heizen?

  • Unbenützte Räume sollten nur reduziert geheizt werden, die Türen sind zu schliessen.
  • Installieren Sie an allen Heizkörpern Thermostate, sofern die nicht schon vorhanden sind. Damit wird die Raumtemperatur automatisch reguliert.
  • Überprüfen Sie den Wasserdruck in den Heizkörpern. Auch wenn man keine entsprechenden Geräusche hört, können sich Luftblasen bilden. Das vermindert die Wirkung des Heizkörpers.
  • Benützen Sie die Stosslüftung während der Heizperiode. Zwei oder drei Mal am Tag fünf bis zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern durchlüften ist viel sinnvoller als ein gekipptes Fenster über Stunden offenlassen.
  • Wenn Sie gerne bei offenem Fenster schlafen, drehen Sie die Heizung in diesem Zimmer nachts ab oder reduzieren Sie ihre Wirkung.
  • Reduzieren Sie die Raumtemperatur, wenn Sie sich den ganzen Tag über niemand in der Wohnung aufhält, eine angenehme Temperatur von 20 Grad ist schnell wieder erreicht.
  • Sollte Ihnen die Heizleistung zu stark erscheinen, setzen Sie sich mit dem Vermieter in Verbindung, damit er die Heizkurve überprüft.

Wie spare ich als Hausbesitzer beim Heizen?

  • Die Isolation der Gebäudehülle, inklusive Fenster, ist ein entscheidender Faktor. Überprüfen Sie die Isolation visuell in regelmässigen Abständen.
  • Kontrollieren Sie die Dichtungen der Fenster und der Aussentüren.
  • Kontrollieren Sie, dass automatische Türschliessungen möglichst rasch erfolgen.
  • Kontrollieren Sie die Heizkurve, die Heizgrenze der Anlage und reduzieren Sie wenn möglich die Betriebsstunden.
  • Kontrollieren Sie die Thermostate und Thermostatventile auf ordnungsgemässes Funktionieren.
  • Kontrollieren Sie den Fülldruck der Heizanlage und die Heizumwälzpumpe zu Beginn der Heizperiode.
  • Kontrollieren Sie die Warmwassertemperatur, sie sollte bei 55 – 60 Grad liegen.
  • Prüfen Sie, ob sich der Einbau von energiesparenden Armaturen lohnt, die Anschaffungskosten amortisieren sich sehr häufig über die gesamte Lebensdauer durch Einsparungen an Heizenergie.
  • Kontrollieren Sie zentrale Lüftungsanlagen, so vorhanden, auf einwandfreies Funktionieren.

Wie spare ich als Besitzer einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses?

Fakt ist: Rund 420'000 Ferienwohnungen und -häuser sind in der Schweiz an rund 300 Tagen im Jahr ungenutzt.

  • Sie werden im Schnitt auf 15 Grad beheizt, dabei würden 6 Grad ausreichen, um Frostschutzsicherheit zu gewährleisten.
  • Von 6 auf 20 Grad aufheizen ist energieschonender als ein Dauerbetrieb mit 15 Grad.
  • Die CO2-Abgaben sind auf Anfang 2016 erhöht worden, weil die Schweiz die Klimaziele 2014 verfehlt hat. Das schlägt sich in den Preisen für Energieträger wie Öl oder Erdgas nieder. Gerade bei Ferienimmobilien ein zusätzlicher Grund, Umwelt und Portemonnaie zu schonen.
  • Moderne Heizanlagen können aus der Ferne reguliert werden, mit Smartphone Apps, per SMS oder über das Internet. So kann vor Ankunft eine angenehme Temperatur erzielt werden.
  • Rabatte und Unkostenbeiträge motivieren zusätzlich zum Einbau einer Fernsteuerung.
  • Ratgeber erteilen weitere Auskünfte

Heizen von Zweitwohnungen

Wie spare ich beim Ersetzen einer Heizanlage?

  • Zuerst durch eine sorgfältige Evaluation aller wichtigen Faktoren. Dazu gehören Kosten, Umweltbelastung, Förderprogramme, Unterhaltskosten, Betriebssicherheit und langfristige Sicherheit des Energieträgers.
  • Eine Wärmepumpe ist CO2-neutral, wenn sie mit Ökostrom betrieben wird. Sie ist einfach im Betrieb, da sie wie ein umgekehrter Kühlschrank funktioniert und der Umwelt Wärme entzieht. Andererseits verursacht sie höhere Installationskosten im Vergleich zu anderen Heizsystemen.
  • Holzheizungen, meistens in Form von Pellets, sind ebenfalls CO2-neutral. Sie brauchen aber Platz zur Lagerung.
  • Eine moderne Ölheizung arbeitet effizient. Sie ist aber nicht CO2-neutral, benötigt einen Öltank und bedeutet die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
  • Erdgas braucht keinen Tank, der CO2-Ausstoss ist im Vergleich zu Öl niedriger. Aber er ist vorhanden, und auch hier hängt die Versorgungssicherheit von nicht kontrollierbaren Aussenfaktoren ab.
  • Solarenergie zum Heizen ist umweltfreundlich und einfach im Betrieb. In unseren Breitengraden ist die nötige Sonneneinstrahlung aber nicht immer garantiert, deshalb kann sie nur einen Teil der gesamten Heizenergie übernehmen.
  • Eine Gesamtsanierung, inklusive moderne Isolation, lohnt sich über die gesamte Laufzeit einer neuen, damit auch redimensionierten Anlage, eigentlich immer. Nicht nur finanziell, neben eingespatzen Heizkosten tut man auch etwas für die Umwelt.

Wie kann ich noch mehr Energie sparen?

  • Kontrollieren Sie die Betriebszeiten der Aussenbeleuchtung und reduzieren Sie sie durch die Verwendung eines Timers.
  • Ersetzen Sie defekte Leuchtmittel immer mit effizienteren Modellen.
  • Kontrollieren Sie die Brenndauer der Notbeleuchtung und reduzieren Sie sie wenn möglich.
  • Kontrollieren Sie den Standby-Verbrauch aller elektrischen Geräte und verwenden Sie wo möglich Ein/Aus-Schalter.
  • Beim Defekt eines elektrischen Haushaltsgeräts überlegen Sie sich, ob sich statt einer Reparatur nicht der Ersatz durch ein energieeffizienteres Modell mehr lohnen würde.