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Strom sparen und Kosten senken

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Strom zu sparen. Schon mit wenigen Massnahmen und ohne Einbusse an Komfort oder Lebensqualität. Neue Leuchtmittel wie LED-Lampen können im Vergleich zu Halogen- oder Stromsparlampen nochmals eine Reduktion des Energieverbrauchs um 80 Prozent bewirken. Da das Backen zu den energieintensivsten Tätigkeiten im Haushalt gehört, gibt es auch hier Tipps und Tricks, mit denen man den Stromverbrauch senken kann. Bei der Anschaffung neuer Geräte sollte immer auf die Energieetikette geachtet werden. Ein anderer Weg, Stromkosten zu sparen, besteht im Bau einer eigenen Solarstrom-Anlage. Dabei ist aber eine Checkliste zu beachten, damit spart man zusätzlich Geld mit der subventionierten Einspeisung selbst erzeugten Stroms ins Netz. Und schliesslich entsteht in der Schweiz das weltweite erste zu 100 Prozent energieautarke Mehrfamilienhaus, das ohne Anschluss an das Stromnetz und ohne Öl oder Erdgas auskommt.

Wie spare ich Strom mit LED-Lampen?

In einer typischen 4-Zimmer-Wohnung befinden sich beispielsweise insgesamt 34 Lampen mit Halogen oder Leuchtstoff. Diese verbrauchen pro Jahr 675 kW/h. Würden alle durch LED-Lampen ersetzt, reduzierte sich der Verbrauch auf 123 kW/h pro Jahr, eine Einsparung um 80 Prozent. Das ist weniger, als ein einziger Halogenstrahler zur Beleuchtung des Wohnzimmers verbraucht. Die Stromkosten sinken dadurch für Beleuchtung von 135 Franken auf 25 Franken im Jahr.

Beim Kauf von LED-Lampen sind einige Punkte zu beachten:

  • Ihre Helligkeit wird nicht in Watt, sondern in Lumen (lm) gemessen. So entsprechen 60 Watt 805 lm.
  • Die Farbwiedergabe hat sich deutlich verbessert. Ein kleiner Test hilft: Halten Sie Ihre Hand unter eine LED-Lampe und fragen Sie sich, ob Ihnen die Farbe Ihrer Haut gefällt.
  • Nicht alle LED-Lampen funktionieren mit herkömmlichen Dimmern, eventuell muss ein neuer gekauft werden. Aber moderne LED-Lampen lassen sich durch mehrfache Betätigung des Lichtschalters in verschiedene Helligkeitsstufen bringen.
  • Die Abstrahlrichtung von birnenförmigen LED-Lampen ist stärker nach vorne gerichtet als bei herkömmlichen Glühbirnen. Neue Filament-LED haben aber auch eine Abstrahlung im 360-Gradwinkel.

Effiziente Beleuchtung im Haushalt

Wie spare ich Strom beim Backen?

So verführerisch im Ofen Gebackenes auch ist, das gehört zu den energieintensivsten Tätigkeiten im Haushalt.

7 Tipps helfen auch hier, den Stromverbrauch zu senken:

  • Mit Umluft backen spart bis zu 15 Prozent Energie, reduziert die Backzeit und ermöglicht, gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen zu backen.
  • Restwärme ausnützen bedeutet, bei Gerichten mit längerer Backzeit den Ofen bereits fünf bis zehn Minuten vor Ende abzuschalten. Oder mit der Restwärme beispielsweise noch ein Blech Guetzli backen.
  • Türe so wenig wie möglich öffnen, dadurch gehen bis zu 20 Prozent der Energie verloren. Muss ein Backgut genauer angeschaut werden, es besser aus dem Ofen nehmen und anschliessend wieder hineinstellen.
  • Auf das Vorheizen verzichten spart lediglich 5 bis 8 Prozent Energie, aber den Backofen nicht zu lange vorheizen schon mehr.
  • Schwarz lackierte oder emaillierte Backformen und Bleche nehmen Hitze besonders gut auf. Bleche und Gitter, die nicht benötigt werden, aus dem Backofen entfernen.
  • Es werden immer energieeffizientere neue Backöfen hergestellt, der Ersatz eines betagten Modells kann sich lohnen.

Infos zu energiesparenden Kochmethoden

Wie spare ich Strom und Geld mit einer Solarstrom-Anlage?

Bund, Kantone und viele Gemeinden fördern die Nutzung der Solarenergie.

Fortschrittliche Technologie, sinkende Preise, dadurch entsteht steigendes Interesse vieler Hausbesitzer an einer eigenen Solarstrom-Anlage. Um unangenehme Überraschungen bei der Investition zu vermeiden, sollte man sich bei den Vorabklärungen an eine Checkliste halten.

  • Stromnetzbetreiber kennen, das kann man anhand der Stromrechnung herausfinden.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Vermarktung des produzierten Stroms:

    • Einmalvergütung EIV für kleinere Anlagen bis 30 kWp
    • Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für grössere Anlagen ab 10 kWp
    • Vergütung nach marktorientiertem Bezugspreis
    • Vermarktung von Herkunftsnachweisen (HKN)

  • Bewilligungen vor Bau der Anlage einholen, dazu gehören:

    • Meldeformular
    • Baubewilligung (je nach Standort oder Grösse)
    • Anschlussbewilligung
    • Plangenehmigung (ESTI) bei mehr als 30 kWp Leistung
    • Weitere Bewilligungen oder Förderbeiträge vor dem Bau der Anlage
    • Übersicht hier

  • Installationsanzeige (Überschuss oder Nettoproduktion)
  • Bau der Anlage
  • Zählermontage
  • Sicherheitsnachweis (SiNa)
  • Kontrolle

Das weltweit erste völlig energieautarke Mehrfamilienhaus

In Brütten entsteht das erste zu 100 Prozent energieautarke Mehrfamilienhaus, ohne Anschluss an das Stromnetz und ohne Öl oder Erdgas zu verbrauchen. Dazu wird modernste Technologie ausgenützt, um alle Eventualitäten zu berücksichtigen.

  • Die Sonne kann einen Monat nicht scheinen, dank moderner Speichertechnologie.
  • Effiziente Haushaltsgeräte kommen zum Einsatz, LED-Technologie bei der Beleuchtung, dazu modernste Gebäudeisolation und eine Sole-Wasser-Wärmepumpe.
  • Ergänzt mit bewusstem Stromverbrauch der Hausbewohner, aber ohne Komforteinbusse.
  • Die gesamte Hausfassade besteht aus Photovoltaikelementen. Eine Stunde Sonnenlicht genügt, um den gesamten Tagesbedarf abzudecken. Zudem kann so jeder Sonnenwinkel ausgenützt werden und Schnee auf dem Dach behindert die Stromproduktion nicht allzu stark.
  • Die modernsten Speichertechnologien überbrücken bis zu 30 Tage ohne Sonne.
  • Ergänzt durch einen Langzeitspeicher für Stromdefizite im Dezember und Januar.

Mehr Infos zum energieautarken Mehrfamilienhaus