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Energiesparen beim Bauen, Sanieren und Wohnen

Energiesparen fängt beim Hausbau an, setzt sich bei Sanierungen fort und begleitet Hausbesitzer wie Mieter beim Wohnen. Es gibt eine Unzahl von Möglichkeiten, wie man Energie in jeder Form sparen kann. Egal, ob als Mieter, Vermieter oder Hausbesitzer. Unabhängig davon, welche Wohnform man gewählt hat, sei das ein Single- oder ein Familienhaushalt, ein Mehrgenerationenhaus oder Cohousing. Damit schont man nicht nur die Umwelt, sondern auch das eigene Portemonnaie.

Das Beste daran: Wenn man die Tipps und Tricks beherzigt, die im Folgenden aufgezählt werden, kann man Umwelt und Geldbeutel schonen, ohne damit an Wohnqualität einzubüssen. Auch dafür nötige Anfangsinvestitionen rechnen sich über ihre gesamte Laufzeit.

Wie spare ich beim Wohnen Strom?

  • Ersetzen Sie Glühlampen. Beleuchtung macht in vielen Haushalten einen Viertel des gesamten Stromverbrauchs aus. Energiesparlampen und LED bieten viel Sparpotenzial, wenn man sie gekonnt einsetzt. Das Angebot ist gross, lassen Sie sich von einer Fachperson beraten, wie Sie das Thema Licht und Energiesparen am besten angehen sollen.
  • Trennen Sie Elektrogeräte per Kippschalter vom Strom. Viele Geräte laufen im Stand-by-Modus, wenn man sie nicht benutzt. Man erkennt das an einem leisen Brummen, einem warmen Netzteil oder einer kleinen LED. Diesen Zustand nennt man auch «Schein-Aus», und der Stromverbrauch läppert sich. Alleine ein Drucker verbraucht so um die 75 kWh pro Jahr.
  • Setzen Sie Elektrogeräte richtig ein. Lebensmittel bewahrt man bei 6 bis 7 Grad im Kühlschrank auf, darauf sollte er eingestellt sein. Der Tiefkühler braucht eine Temperatur von nicht mehr als minus 18 Grad. Achten Sie darauf, dass diese Geräte nicht neben Heizkörper, Herd oder Spülmaschine stehen.
  • Beachten Sie die Energieetikette. Damit sind die meisten Haushaltgeräte ausgestattet. Die oberste Klasse (A bis A+++) ist immer die sparsamste. Etwas höhere Kosten bei der Anschaffung zahlen sich finanziell oft schon nach wenigen Monaten Betriebszeit aus.
  • Entsorgen Sie Geräte, die zu viel Strom verbrauchen. Sensibilisieren Sie sich für Stromfresser wie Heizlüfter, Aquarien, Luftbefeuchter oder auch beheizbare Wasserbetten. Sollte Ihre Stromrechnung besonders hoch sein, kann es sich lohnen, einen Energieberater beizuziehen, der Ihnen wertvolle Empfehlungen geben kann.

Wie spare ich beim Wohnen noch mehr Energie?

  • Stellen Sie alle Ihre Geräte optimal ein. Strommessgeräte können helfen, dass Elektrogeräte möglichst sparsam betrieben werden. Auch kleine Optimierungen wie ein Strahlregler an Wachbecken und Küchenspüle oder ein Spülstopp bei der Toilettenspülung helfen, Energie und Geld zu sparen.
  • Lüften Sie gekonnt. Kurz, aber intensiv ist die Devise. Mit möglichst vielen geöffneten Fenstern lassen Sie zwei- bis dreimal am Tag frische Luft herein. Schalten Sie dabei die Heizung ab. Vermeiden Sie es, Kippfenster über längere Zeit offen zu halten; Wärme entweicht, ohne dass genügend frische Luft hereinkommt.
  • Reciyceln Sie Wertstoffe. Wenn Sie Papier, Altglas, Alu oder Kunststoffe sammeln und richtig entsorgen, sparen Sie damit zwar kein Geld. Doch pro 100 kg Altpapier, Altglas und Kunststoff sowie pro 1 kg Aluminium vermeiden Sie 100 kg CO2 pro Jahr.
  • Installieren Sie einen Thermostat. Damit regulieren Sie die Wärmezufuhr der Heizung auf die gewünschte Temperatur. Durch den Einbau von programmierbaren Thermostaten kann die Heizleistung optimal an die Bedürfnisse der Bewohner und die Benützung verschiedener Zimmer angepasst werden.
  • Passen Sie Ihr eigenes Verhalten an. Viele Energiesparmassnahmen bedingen eine Investition. Aber bereits durch kleine Verhaltensänderungen wie das konsequente Abschalten von nicht benützten Geräten und Lampen oder das korrekte Lüften lassen sich im Durchschnitt rund 10 Prozent des Energieverbrauchs einsparen.
  • Sparen Sie Wasser. Eine energieeffiziente Duschbrause spart, ganz ohne Komforteinbusse, bis zu 50 Prozent Wasser. In Küche und Bad lohnt sich der Einsatz von Wassersparsets der Effizienzklasse A. Und erhitzen Sie Wasser im elektrischen Wasserkocher. Das geht schneller und sparsamer als mit dem Topf auf dem Herd.

Wie spare ich beim Hausbauen oder Sanieren Energie?

  • Entscheiden Sie sich für die energetisch ideale Wohnform. Cohousing, Nachbarschaftsheime, Familien- und Mehrgenerationenhäuser und andere gemeinschaftliche Wohnformen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dadurch lassen sich energetisch aufwendigere Kleinhaushalte zugunsten von Mehrpersonenhaushalten auflösen.
  • Minergie, Passivhaus, Niedrigenergiehaus. Wer Hausbesitzer wird, ist nicht nur der Umwelt zuliebe daran interessiert, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Und ist mit diesen Begriffen konfrontiert. Minergie ist ein gesetzlich geschützter Begriff, der die Menge der einem Haus zugeführten Energie festlegt, für diesen Standard verwendet man ausserhalb der Schweiz den Begriff Niedrigenergiehaus. Ein Passivhaus kommt ohne Gebäudeheizung aus. Und schliesslich gibt es Häuser, die mehr Energie produzieren als verbrauchen, bspw. mit Photovoltaik-Anlagen.
  • Wärmedämmung und Lüftung. Die grösste Energieeinsparung erzielt man auf diesem Gebiet. Unabhängig davon, ob es sich um einen Neubau oder die Sanierung eines Altbaus handelt. Alle Massnahmen, insbesondere auch kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, machen nur als Gesamtpaket Sinn. Wärmedämmung an Wänden bleibt Stückwerk, wenn weiterhin durch alte, undichte Fenster viel Wärme verloren geht. Ein zu hermetischer Verschluss der Innenräume kann zu trockener Luft oder gar Schimmelbildung führen.
  • Energieverbrauch und Energiegewinnung. Sämtliche bauliche Massnahmen, die Verwendung einer energieeffizienten Heizung und energiesparender Haushaltgeräte vermindern den Energieverbrauch im Haus. Genauso entscheidend ist aber aus ökologischer Sicht, wie die Energie hergestellt wird, die ein Haus verbraucht.
  • Woher kommt die Energie. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen nicht-regenerierbaren Energieträgern wie Öl oder Gas und regenerierbaren wie Wasserkraft, Solarenergie, Holz oder Wärmepumpen.
  • Immer weniger Energie. Umso mehr man sich dem Standard eines energieneutralen Hauses nähert, umso weniger Energie muss man von aussen zukaufen. Eine Wärmepumpe oder Sonnenkollektoren machen das Haus autark, was Wärme- und Kühlungsenergie betrifft. Eine Photovoltaik-Anlage produziert zusätzlich Strom.
  • Kosten und Nutzen. Alle baulichen Massnahmen, auch die eigene Stromproduktion, sind mit Kosten verbunden. Aber ein Plusenergiehaus kann Strom ins allgemeine Netz einspeisen, alle weiteren Massnahmen mitsamt finanziellem Zusatzaufwand spielen sich über die Jahre hinweg wieder ein.
  • Budget und Planung. Meistens ist das Budget für einen Hauskauf oder eine Sanierung beschränkt. Deshalb ist es entscheidend, sich alle entsprechenden Massnahmen am Anfang sehr gut zu überlegen und sich auch fachmännisch von einem spezialisierten Energieberater informieren zu lassen. Denn beispielsweise die Dämmung des Estrichs durch den Hobbyhandwerker macht ihn vielleicht stolz, aber die Wirkung einer solchen isolierten Verbesserung ist leider überschaubar.