Sauberes Trinkwasser ist ein kostbares Gut. Auch in der Schweiz, dem Wasserschloss Europas. Denn die Trinkwasseraufbereitung und die Abwasserreinigung werden immer aufwändiger und teurer. Die Wiederaufbereitung von gebrauchtem Trinkwasser ist eine sinnvolle Alternative, die Wasserkosten spart und die Umwelt schont.

Etwa 162 Liter Trinkwasser verbrauchen Herr und Frau Schweizer im Schnitt pro Tag in Bad, Küche und Waschküche. Rund 15 Prozent davon zum Kochen, Trinken und Geschirrspülen. Der Rest fliesst beim WC-Spülen, Duschen, Baden, Putzen und Waschen in die Kanalisation. Schade eigentlich, denn für die meisten Zwecke braucht es im Prinzip kein Trinkwasser.

Gebrauchtes Trinkwasser wiederverwenden

Ein grosser Teil des Wassers, das in einem durchschnittlichen Haushalt im Abfluss verschwindet, ist nur minimal verschmutzt. Es ist deshalb eigentlich nicht sinnvoll, es einfach der Kanalisation zuzuführen. Eine Brauchwasseraufbereitungsanlage sammelt das Abwasser aus Dusche, Waschmaschine und Geschirrspülmaschine und reinigt es so weit, dass es noch einmal wiederverwendet werden kann. Aus hygienischen Gründen meist nur für die Toilettenspülung. Doch allein dadurch lässt sich mehr Wasser sparen, als Sie vielleicht denken. Denn das WC schluckt fast 50 Liter pro Kopf und Tag – beinahe ein Drittel des Gesamtverbrauchs.

Brauchwasseraufbereitung: Kosten und Nutzen

Die Installation einer Brauchwasseraufbereitungsanlage ist relativ aufwändig und dementsprechend teuer. Besonders dann, wenn sie beim Renovieren in ein älteres Gebäude integriert werden soll. Da das wiederaufbereitete Grauwasser nicht mit frischem Trinkwasser in Kontakt kommen darf, ist es nötig, zwei separate Leitungssysteme zu verlegen.

Das Sparpotenzial ist jedoch gross: Bis zu 90 Prozent des Trinkwassers liesse sich auf diese Weise wiederverwenden. Damit reduzieren Sie sowohl die Kosten für die Frischwasserversorgung als auch fürs Abwasser. Doch nicht nur die Haushaltskasse, sondern auch die Umwelt profitiert von einem sparsameren Umgang mit sauberem Trinkwasser. 

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