Gerade mal zwei Stunden braucht die Sonne, um die Energiemenge zur Erde zu schicken, die während eines ganzen Jahres verbraucht wird. Auch die Politik hat die Kraft der Sonne erkannt. Bund, Kantone und viele Gemeinden fördern die Nutzung der Solarenergie. Dank fortschrittlicher Technologie und sinkenden Preisen der Solarmodule steigt das Interesse vieler Hausbesitzer an einer eigenen Solarstrom-Anlage. Eine Checkliste mit den wichtigsten Schritten soll sie bei deren Planung und Umsetzung unterstützen.


1.     
Stromnetzbetreiber kennen
Abklären, welcher Stromnetzbetreiber für die Liegenschaft zuständig ist. Herauszufinden anhand der Stromrechnung.

2.      Vorabklärungen
Es stehen unterschiedliche Möglichkeiten für die Vermarktung des produzierten Stroms zur Verfügung. Basierend auf diesen Überlegungen kann die Art der Anlage, Grösse und Anschluss bestimmt werden:

  • Einmalvergütung (EIV) für kleinere Solarstrom-Anlagen bis 30 kWp

  • Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für grössere Solarstrom-Anlagen ab 10 kWp

  • Vergütung nach marktorientiertem Bezugspreis (Rückliefertarif)

  • Vermarktung von Herkunftsnachweisen (HKN)

3.      Vor dem Bau der Anlage sind unterschiedliche Bewilligungen einzuholen, unter anderem:
Meldeformular: Das Anmelden der geplanten Solarstrom-Anlage bei der Gemeinde ist zwingend.
Baubewilligung: Je nach Standort, Art und Grösse der Anlage ist bei der Gemeinde zusätzlich ein Baugesuch einzureichen.
Anschlussbewilligung: Beim Stromnetzbetreiber ist ein Anschlussgesuch für die Anlage einzureichen.
Plangenehmigung ESTI: Falls die Anlage mehr als 30 kWp Leistung hat, muss beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) eine Planvorlage eingereicht werden.
Weitere Bewilligungen, die gegebenenfalls vor dem Bau einer Anlage zu beantragen sind, zum Beispiel Förderbeiträge. (Alle für Sie gültigen Förderprogramme finden Sie unter www.energiefranken.ch)

4.      Installationsanzeige
Der beauftragte Installateur reicht beim Stromnetzbetreiber eine Installationsanzeige ein. Spätestens mit der Installationsanzeige muss der Stromnetzbetreiber über die Anordnung der Zähler (Überschuss oder Nettoproduktion) informiert werden.

5.      Bau der Anlage
Nach Erhalt sämtlicher Genehmigungen kann mit dem Bau der Anlage begonnen werden.

6.      Zählermontage
Nach Fertigstellung der Anlage können die Zähler durch den Installateur bestellt und durch den Stromnetzbetreiber eingebaut werden.

7.      Sicherheitsnachweis (SiNa)
Vor Übergabe der Anlage an den Eigentümer überprüft der Installateur die erstellte Anlage im Rahmen einer Schlusskontrolle und hält die Ergebnisse auf einem Sicherheitsnachweis (SiNa) fest. Eine Kopie des Nachweises ist durch den Installateur dem Stromnetzbetreiber einzureichen.

8.      Kontrolle
Der Stromnetzbetreiber prüft die Solarstrom-Anlage auf Einhaltung der betrieblichen Vorgaben und stellt eine Betriebsbewilligung aus. Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens kontrolliert das ESTI die Sicherheit von Anlagen mit mehr als 30 kWp Leistung.


Checkliste als PDF.

Zum nächsten Beitrag