Immerhin 15 Prozent des Stromverbrauchs in der Schweiz entfallen auf die Beleuchtung. Das sind 8,5 Milliarden kWh, und die kosten 1,3 Milliarden Franken. Völlig einleuchtend also, dass auf diesem Feld der Umwelt und dem Portemonnaie zuliebe gespart werden kann.

LED-Lampen sind die Zukunft

Von der Glühbirne über Halogenlampen, Natriumdampflampen und schliesslich Energiesparlampen war es ein langer Weg zur neuesten Generation von effizienter Beleuchtung. Eine inzwischen veraltete Glühlampe wandelte nur gerade 5 Prozent der verbrauchten Energie in Licht um, der Rest verpuffte als Wärme. Heute hat der Konsument jedoch die Qual der Wahl zwischen Eco-Halogen-, Spar- und LED-Lampen. Die Zukunft gehört dabei ganz eindeutig der LED. Das steht für Leuchtdiode, die Abkürzung kommt vom englischen Begriff „light-emitting diode“.

Achtung: LED ist nicht teurer, sondern billiger!

Wer nur auf den Anschaffungspreis achtet, wird keine Sekunde zögern: Eine Eco Halogenlampe kostet im Schnitt 4 Franken, eine LED-Lampe deutlich mehr. Doch ist eine LED korrekt gerechnet billiger. Wie das? Die Halogenlampe hat eine Lebensdauer von 2 Jahren, die LED-Lampe eine von 25 Jahren. Schon während 15 Jahren muss man also 30 Franken für Ersatzleuchtmittel ausgeben. In der gleichen Zeit verbrauchen Halogenlampen Strom für 156 Franken (bei einem Strompreis von 20 Rp./KWh), eine LED-Lampe lediglich für 36 Franken. Somit stehen in 15 Jahren Gesamtkosten von 186 Franken solchen von 101 Franken bei einer LED-Lampe gegenüber – eine beachtliche Einsparung von 85 Franken. Nicht berücksichtigt ist dabei, dass die Preise für LED-Lampen in den nächsten Jahren sicherlich noch weiter sinken werden.

Wie beleuchte ich effizient?

Energiesparen und Umweltschutz ist das eine, Lebensqualität mit effizienter Beleuchtung ist das andere. Niemand möchte im Halbdunkel sitzen oder im Sofa von kaltweissem Licht bestrahlt werden. Um dies zu vermeiden, muss man einige Begriffe kennen. Watt (W) ist die Leistung und gibt lediglich an, wie viel Strom eine Lampe pro Stunde verbraucht. Wichtiger aber ist, wie viel Lichtmenge sie damit herstellt. Eine Info, die neuerdings auf jeder Verpackung steht und die in Lumen (lm) angegeben wird. Eine Glühbirne von 60 Watt erzeugt 780 lm, ein Eco-Halogen-Spot von 50 Watt deren 350 lm, eine LED-Lampe mit 10 Watt dagegen 810 lm.

Die Lichtmenge ist wiederum das eine, die Farbtemperatur oder Lichtfarbe das andere. Sie wird in Kelvin (K) angegeben. Warmweisses Licht, wie wir es im Wohnbereich als angenehm empfinden, hat 2700 bis 3000 K, neutralweisses im Bad 4000, und am Arbeitsplatz wird am besten tagesweisses Licht von bis zu 6500 K verwendet. LED-Lampen können in all diesen Farbtemperaturen hergestellt werden. Und schliesslich wird die Energieeffizienz in Klassen gemessen, A++ ist die beste, auch das wird obligatorisch auf der Etikette angegeben.

Der Lichtzyklus

Das Leben einer Lampe beginnt nicht beim Einschalten und endet auch nicht in dem Moment, in dem sie ersetzt wird. LED-Lampen haben hier den Vorteil, dass zu ihrer Herstellung kein Quecksilber verwendet werden muss, zudem produzieren sie kaum Elektro-Smog. Allerdings sollten sie nicht im Hauskehricht entsorgt, sondern im Laden zurückgegeben werden. Neben Energieeffizienz und Umweltschonung hat LED-Licht noch weitere Vorteile. Da die Lichtquelle flach ist, ergeben sich neben dem Einsatz in „normalen“ Lampen, wo man sie mit dem Sockel einschrauben kann, ganz neue Möglichkeiten für Lichtinstallationen, die beispielsweise auch via App von einem Smartphone aus gesteuert werden können. Und selbstverständlich sind sie auch dimmbar, man kann also die Beleuchtungsstärke auf Wunsch regulieren.

Aber unabhängig von der Verwendung möglichst umweltfreundlicher und sparsamer Lichtquellen gibt es einen Spartipp, der seit der Erfindung der Glühlampe, ja seit der Herstellung von Licht mit Brennstoff oder Gas gültig ist und niemals veraltet: Immer, wenn Licht nicht gebraucht wird, gibt es einen Schalter, mit dem man den Verbrauch auf null absenken kann.

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