Mit den richtigen Energiespar-Tipps ist es ein Leichtes, den Energieverbrauch in Wohnhäusern zu senken. Regelmässiger Unterhalt vermindert zudem das Risiko plötzlich anfallender Kosten, weil Anlagen repariert oder gar ersetzt werden müssen. Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte zum Energiesparen zusammengestellt!

 

Energiesparen im Wohnbereich ist eine Sache. Geht es jedoch um das ganze Haus, egal ob Ein- oder Mehrfamilienhaus, genügt es nicht mehr, nur die Temperatur im Schlafzimmer tief zu halten oder den Kühlschrank ein Grad wärmer zu stellen. Richtig eingestellte Anlagen bergen hohes Energiesparpotenzial und eine regelmässige Wartung verhindert, dass wegen Schäden plötzlich hohe Reparatur- oder Ersatzkosten anfallen. Es lohnt sich also, sich umfassend darum zu kümmern!

Unsere Experten-Tipps helfen Ihnen den Energieverbrauch zu senken, Schäden zu vermeiden und Energie-Kosten zu reduzieren. Klicken Sie auf die farbigen Balken um mehr zum jeweiligen Thema zu erfahren.



Durchschnittlicher Energieverlust eines Wohnhauses

Die Darstellung oben zeigt Ihnen wo und mit welchem Anteil in einem durchschnittlichen Wohnhaus mit Energieverlusten zu rechnen ist. So macht die Gebäudehülle mit den Aussenwänden, dem Dach und den Fenstern bereits bis zu 60% des Energieverlustes aus. Mit den Tipps unserer Energie-Experten lässt sich die Energie-Effizienz rund ums Haus mit einfachen Mitteln verbessern.


Gebäudehülle


Die Gebäudehülle, inklusive den Fenstern, ist in der Regel das grösste Bauteil einer Liegenschaft und sollte entsprechend gewartet und kontrolliert werden. Schon kleinere Schäden können zu Energieverlusten führen oder weitere Schäden und somit kosten nach sich ziehen. 

  • Die regelmässige Sichtkontrolle der Gebäudeisolation hilft, Schäden frühzeitig zu erkennen. So sind Energieverluste oder Schimmelbildung schnell erkannt und es können entsprechende Massnahmen getroffen werden.

  • Regelmässige Pflege der Fensterdichtungen sorgt dafür, dass die Dichtung geschmeidig bleibt und die isolierende Wirkung nicht nachlässt. Mittels wärmeisolierender und gut gewarteten Fenstern kann unnötiger Wärmeverlust von bis zu 10% vermieden werden.

  • Die Fenster in der Heizsaison nicht ständig kippen, da dadurch hohe Heizverluste entstehen. Besser ist zwei bis drei Mal am Tag mit einer Stosslüftung diagonal durch die Wohnung während 5 - 10 Minuten zu lüften. Zudem wird damit einer möglichen Schimmelbildung vorgebeugt, indem sich natürlich gebildete Luftfeuchtigkeit weniger in den Räumen festsetzt.

  • Kontrolle der Türschliessungen und dem allfälligen automatischen Rückzug der Türe damit diese ordnungsgemäss schliesst. Dies vermeidet wiederum unnötigen Wärmeverlust und der Ansammlung von Feuchtigkeit an Stellen an denen diese nicht erwünscht ist kann entgegengewirkt werden.

Heizungsanlage


Einer der grössten Energieverbraucher einer Liegenschaft ist die Heizung. Eine optimale Einstellung und korrekte Wartung kann daher die Energie-Kosten erheblich reduzieren. 

  • Heizgrenze der Anlage kontrollieren. Diese sollte möglichst tief sein. Ein manuelles, frühzeitiges Ausschalten der Heizung reduziert die Betriebsstunden - auch bei der Umwälzpumpe der Heizung.

  • Die Heizkurve der Heizanlage sollte ebenfalls möglichst tief eingestellt werden, so dass bei geöffneten Thermostatventilen oder Thermostaten die gewünschte Zimmertemperatur erreicht werden kann.

  • Eine regelmässige Kontrolle der Thermostaten oder Thermostatventilen auf deren Funktionstüchtigkeit verhindert eine allfällig überhöhte Zimmertemperatur und spart Energie.

  • Der Fülldruck der Heizungsanlage sollte regelmässig geprüft werden, um allfällige Wasserverluste schnell zu bemerken. Nach dem Nachfüllen von Wasser muss die Anlage entlüftet werden.

  • Bei Beginn des Heizbetriebs lohnt sich eine Kontrolle der Heizungs-Umwälzpumpe um festzustellen, ob diese läuft. Bei einem Defekt lohnt sich der Ersatz durch ein effizientes Modell.

 

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12 Effizienz-Tipps zum Heizen

 

 

 

 

Warmwasser


Mit Warmwasser sollte sparsam umgegangen werden, da dieses im Boiler erhitzt werden muss. Hier ist die Temperatur aber auch die Keimfreiheit des Wassers wichtig. 

  • Regelmässig Kontrolle der Wassertemperatur. Diese sollte bei 55 - 60 Grad liegen. Zu hohe Temperaturen erhöhen die Verkalkung des Boilers und verbrauchen unnötig viel Energie.

  • Regelmässige Entkalkung des Warmwasserspeichers und der Wasserhahnen.

  • Einbau von energiesparenden Armaturen, da diese die Wasserdurchflussmenge pro Minute begrenzen und somit den Wasserverbrauch reduzieren. Zudem helfen diese auch beim Strom sparen. Geeignete Armaturen ermöglichen einen sparsameren Umgang mit Warmwasser. Eine weitere Möglichkeit Wasser zu sparen ist der Einbau einer Spül-Stop-Taste im WC. Mittels dieser beiden Methoden lässt sich der Wasserverbrauch bereits um 60%-70% reduzieren.

  • Kontrolle der Schaltzeiten der Zirkulationspumpe oder der elektrischen Rohrbegleitheizung. Anpassung auf die Betriebszeiten des Wasserbezugs reduzieren den Energieverbrauch.

 

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Warum sich Wasser sparen lohnt

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Lüftungsanlagen

Eine gute Luftqualität im Raum ist wichtig, sollte aber nicht den Energieverbrauch in die Höhe schnellen lassen.

  • Kontrolle der Betriebszeiten von zentralen Lüftungsanlagen. Reduktion der Betriebszeiten auf die möglichen Nutzungszeiten. Es werden nicht nur Stromkosten gespart, auch die Lüftungsverluste der Heizung reduzieren sich.

  • Zwei bis drei Mal Stosslüften, quer durch die Liegenschaft. Keine Fenster gekippt lassen. Dies reduziert den Verlust von Wärmeenergie und verbessert zudem die Luftqualität in den eigenen vier Wänden.

  • Bei offenen Fenster in der Nacht den entsprechenden Heizkreis ausschalten.

  

Elektroanlagen


Der Stromverbrauch ist nicht immer greifbar. Meist wird erst mit der Stromrechnung klar, dass ein hoher Verbrauch besteht. Neben dem Verbrauch gilt es aber auch die Sicherheit zu beachten. 

  • Kontrolle der Betriebszeiten der Aussenbeleuchtung: Dauerbeleuchtung in der Nacht vermeiden und mittels Sensor steuern. Die fördert den effizienten Energieeinsatz und lässt auch die Nachbarn ruhiger schlafen.

  • Ersetzen von defekten Leuchtmitteln durch effiziente Modelle. Für den Ersatz von Beleuchtungsanlagen gibt es auch attraktive Förderprogramme. Alle aktuell gültigen Förderprogramme sind zu finden unter www.energiefranken.ch.

  • Kontrolle der Liftanlagen: Die Schachtbeleuchtung sollte nur im Service-Fall brennen, das Kabinen-Licht nur bei Liftfahrten.

  • Regelmässige Kontrolle der Notbeleuchtung in Garagen und Fluchtwegen auf deren Funktionstüchtigkeit und Brenndauer im Notbetrieb.

  • Damit im Notfall Ersatz-Schraubsicherungen vorhanden sind, sollte deren Lagerbestand regelmässig überprüft werden.

  • Regelmässiges betätigen der Prüftaste des Fehlerstromschutzschalters um die Funktionstüchtigkeit zu prüfen.

  • Bei elektrischen Neuinstallationen muss durch einen Fachmann ein Sicherheitsnachweis erbracht werden. Die Verantwortung, den Nachweis zu erhalten, liegt beim Eigentümer der Installation.

  • Bei defekten Haushaltgeräten sollte überprüft werden, ob sich eine Reparatur lohnt oder ein Ersatz durch ein effizientes Gerät angezeigt ist. Effiziente Geräte aller Art listet  www.topten.ch auf.

  • Kontrolle des Standby-Verbrauchs in der Liegenschaft. Kein Betrieb ohne Nutzen.

 

Sehen Sie dazu auch unsere Rubrik Strom:

Strom sparen und Energie-Kosten senken

 

 

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