Der GEAK ist ein offizielles Dokument, das das Gebäude ähnlich wie bei Elektrogeräten in eine Energieklasse von A bis G einreiht. Dabei kennzeichnet ein „A“ energetische Bestgebäude, ein „G“ lässt auf Verbesserungspotential am Gebäude schliessen. Für die Klassifizierung werden der Zustand der Gebäudehülle und die Gebäudetechnik einbezogen.

Der GEAK wird in der ganzen Schweiz einheitlich durch zertifizierte GEAK-Experten erstellt. Der GEAK ist ein hervorragendes Instrument, wenn es um die Gebäudemodernisierung geht. Auch kann er bei einem Kauf- oder Mietentscheid bezüglich der zu erwartenden Energiekosten konkrete Hinweise geben. Die Effizienz im Gebäudebereich hat für die Energiewende eine hohe Hebelwirkung, denn rund 40 % des Schweizer Energieverbrauchs ist auf Gebäude zurückzuführen.

Der GEAK wurde von den Energiedirektoren der Kantone lanciert, damit auch die Energieeffizienz eines Gebäudes dank einer Energieetikette verglichen werden kann. Damit sorgt das Instrument für mehr Qualität und Transparenz im Modernisierungsbereich.

Rund1100 GEAK-Experten zählt die Schweiz

GEAK-Light

Der GEAK-Light ist die kostenlose Variante auf Basis der Selbstdeklaration und hat keinen offiziellen Charakter. Diese Variante generiert viele Daten automatisch, daher ist die Genauigkeit und somit die Aussagekraft als eine grobe Einschätzung zu betrachten. Er dient den Liegenschaftsnutzenden für eine erste, grobe Einschätzung.

GEAK

Der GEAK ist eine rein energetische Zustandsbeschreibung und enthält keine Umsetzungsvarianten. Der GEAK-Experte deckt Schwachstellen am Gebäude auf und hält die Fakten in einem kurzen Bericht fest.

GEAK-Plus

Der GEAK-Plus Bericht zeigt konkrete Massnahmen auf, wie das Gebäude im Bereich Energie verbessert werden kann.

Der Bericht enthält ergänzend zum GEAK:

-      konkrete Massnahmenliste, wie die Energieeffizienz verbessert werden kann

-      Priorisierung der Massnahmen, passend zur individuellen Situation der Liegenschaftsbesitzer, vom minimalen Massnahmenpaket bis zur Modernisierung nach Minergie P-Standard

-      bis zu drei Modernisierungsvarianten, wie die Erneuerung durchgeführt werden kann

-      die Möglichkeit, zukünftige Gebäudeerweiterungen mit zu erfassen und zu berechnen

-      eine Schätzung der Investition und der Unterhaltskosten sowie der Betriebskosteneinsparung

-      die Berechnung von Förderbeiträgen, was eine Ermittlung der tatsächlichen Investition ermöglicht

-      eine neutrale Beratung und fachliche Unterstützung bei der Auswahl der Erneuerungsmassnahmen

 

Zur Autorin:
Antje Horvath ist Leiterin Energieberatung der Baudirektion des Kantons Zürich.

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