Je besser ein Bauvorhaben geplant und umgesetzt wird, desto mehr kann später beim Thema Energie gespart werden. Denn ein effizienter Umgang mit Wärme bringt weniger Heizkosten mit sich.

Die ersten Gedanken sollte man sich bereits bei der Ausrichtung des Gebäudes machen. Nach Gegebenheiten ist eine Südorientierung optimal, d.h. die grossen Räume haben ihre Fensterfronten gegen Süden gerichtet. Die eher kühleren Räume befinden sich auf der Rückseite des Gebäudes gegen Norden. Dadurch und mit dem Einsatz von intelligenten Steuerungssystemen für Storen, kann die solare Einstrahlung gerade im Winter optimal genutzt werden. Dachvorsprünge und der hohe Sonnenstand ausserhalb der Heizperiode reduzieren die Gefahr einer Überhitzung im Sommer. Durch Installationen von thermischen Solaranlagen, Photovoltaikanlagen oder einer Kombination aus beiden Systemen, kann ein beachtlicher Teil des Warmwassers durch die Kraft der Sonne erhitzt, wie auch ein Teil des Stroms eigenproduziert werden.

Je weniger Wärme ein Gebäude verlässt, umso weniger Energie muss wieder zugeführt werden. Wärme geht proportional zur Qualität der Gebäudehülle verloren. Gute Fenster sind mindestens dreifach verglast und weisen einen U-Wert unterhalb von 0.7 W/m2K auf. Ebenso finden grosse Energieverluste über die Kellerdecke, die Aussenwände und das Dach statt. Eine gute Wärmedämmung lässt nicht mehr als 0.2 W/m2K passieren.

Eine clevere Heizung macht die halbe Miete

Die gesetzlichen Vorlagen in Zürich für Neubauten schreiben die Abdeckung von 20% des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasseraufbereitung durch erneuerbare Energien vor. Weitere Informationen dazu, sowie denVollzugsordner, finden sich auf der Internetseite des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich. Auch die Standards Minergie/-P/-A und Eco geben eine Vorstellung darüber, wie erneuerbare Energien genutzt werden können, um den Endenergiebedarf zu decken. Auch wird aufgezeigt, welche weiteren Massnahmen getroffen werden können, um Energie einzusparen (bis hin zum Nullenergie- bzw. Plusenergie-Haus).

Grundsätzlich stehen verschiedene Standardlösungen zur Verfügung, die den erneuerbaren Energien zugerechnet werden. Holzheizungen in Form von automatischen Holzschnitzel- oder Pelletfeuerungsanlagen, aber auch Stückholzfeuerungen oder die Abwärmenutzung sind gute Varianten. Thermische Solaranlagen (auch Solarwärme genannt), Wärmepumpen (vorzugsweise Erdwärmesonden) oder Lösungen mit Wärmekraftkopplung sind weitere Optionen. Auch der Einsatz von Komfortlüftungen und Wärmerückgewinnungssystemen, kann durch die hohen Wirkungsgrade und die beinahe geschlossenen Kreisläufe zur massiven Senkung des Endenergiebedarfs beitragen. Verzichten Sie in der Planungsphase auf keinen Fall auf versierte Techniker und praxisorientierte, erfahrene Planer.

Die Investitionen in eine gute Gebäudedämmung und in effiziente Haustechnik mit hohen Wirkungsgraden rechnen sich oft in absehbarer Zeit und es lohnt sich für die Umwelt. Denn die umweltschonendste Energie ist die, die gar nicht erst eingebracht werden muss.

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