Bei der Beleuchtung in Schweizer Wohnungen kann massiv Strom eingespart werden. Das zeigt das Beispiel einer typischen Wohnung.

Betrachten wir eine typische 4-Zimmer-Wohnung in Zürichs Innenstadt und gehen wir davon aus, dass diese noch komplett mit Halogenlampen und Leuchtstoffröhren ausgestattet ist.  

Im Wohn-/Esszimmer steht eine Halogenleuchte. Sie wirft nicht nur grelles Licht an die Decke, sondern ist auch ein grosser Stromfresser. Stefan Gasser, Beleuchtungsexperte bei der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.), nennt den Deckenstrahler nur „Fliegengrill“. Wenn der Halogenstab brennt, wird er so heiss, dass alles geröstet wird, was sich darauf verirrt.

Über dem Esstisch hängt eine elegante Pendelleuchte. Auf der Kommode steht eine kleine Tischleuchte. Und beim Sofa sorgt eine Stehlampe für Licht beim Lesen.

Der Korridor wird durch sechs Halogenspots in der Deckenleuchte erhellt. In der Küche brennen vier Spots über der Arbeitsfläche. Immerhin wird die Deckenleuchte über dem Küchentisch mit einer stromsparenden Leuchtstoffröhre betrieben. Auch am Spiegelschrank im Badzimmer spendet eine solche Röhre Licht.

Die Leuchten in den drei Schlafzimmern sind ebenfalls durchwegs mit stromfressenden Halogenlampen und -spots ausgerüstet.

Bilanz: Die 34 Lampen und Spots in der Wohnung verbrauchen pro Jahr 675 kWh.

Wie viel lässt sich durch effiziente Leuchtmittel einsparen?

S.A.F.E.-Experte Gasser hat diese Wohnung vollständig auf Effizienz getrimmt und konsequent mit stromsparenden LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Gute Modelle sind mittlerweile schon effizienter als Sparlampen und erzeugen ebenso schönes Licht wie Halogen- oder die alten Glühlampen.

Ergebnis: Der Stromverbrauch beträgt nur noch 123 statt 675 kWh.

Die Beleuchtung der ganzen Wohnung braucht also sogar weniger Strom als vorher allein der Halogen-Deckenstrahler im Wohnzimmer.

In Franken ausgedrückt: Die Stromkosten sinken um ca. 80 Prozent von 135 Franken auf knapp 25 Franken pro Jahr. Jahr für Jahr spart die neue Beleuchtung somit rund 110 Franken ein.

 

Was muss beim Kauf von LED-Lampen beachtet werden?

Helligkeit
Bei den LED-Lampen ist nicht mehr die Wattzahl ausschlaggebend, um die Helligkeit festzustellen, sondern der Lichtstrom, angegeben in Lumen. Ein Lichtstrom von 1521 lm  entspricht etwa der Helligkeit einer alten 100 W-Glühbirne, 1055 lm ≙ 75 W, 805 lm ≙ 60 W, 470 lm ≙ 40 W, 249 lm ≙25 W)

Farbwiedergabe
Die heutigen LEDs haben eine gute bis sehr gute Farbwiedergabe (80 bis 95 Ra), d.h. die Dinge wirken natürlich in diesem Licht. Um die Qualität des Lichts zu beurteilen, halten Sie einfach die Hand unter den Lichtstrahl der LED. Gefällt Ihnen die Hautfarbe Ihrer Hand?

Dimmbarkeit
Nicht alle alten Dimmer sind für die tiefen Leistungen der LEDs ausgelegt, evtl. muss ein neuer gekauft werden oder mehrere LEDs zusammen betrieben werden.

Sogenannte „double-click"-LED-Lampen können ohne Dimmer mit mehrfachem Betätigen des Lichtschalters in verschiedene Helligkeitsstufen gebracht werden.

Abstrahlrichtung
LEDs in der verbreiteten Birnenform strahlen oft stärker nach vorne und weniger zur Seite als Glüh-und Halogenlampen. Die neuen sehr effizienten Filament-LED-Lampen allerdings haben meistens einen Abstrahlwinkel von 360°.

Die effizientesten Lampen und Leuchten finden Sie auf der Stromspar-Website www.topten.ch, weitere Information zu LED-Lampen im Topten-Ratgeber.
Beleuchtungsratgeber "Effiziente Beleuchtung im Haushalt" der EKZ als PDF.

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