Sie laufen in dieser Jahreszeit auf Hochtouren: Die Backöfen. Doch Backen gehört zu den energieintensivsten Tätigkeiten im Haushalt. Deshalb geben wir Ihnen fünf einfache Tipps zum Strom sparen.

Weihnachtsguetzli backen, Festtags-Braten schmoren oder Steinsäckli für die kalten Füsse aufwärmen: Der Backofen ist in den Wintermonaten und insbesondere in der Weihnachtszeit kaum aus der Küche wegzudenken. Gleichzeitig verbraucht er viel Energie. „Backen ist eine der energieintensivsten Tätigkeiten im Haushalt“, sagt Anette Michel von topten.ch, der unabhängigen Online-Suchhilfe für die besten elektrischen Geräte. Deshalb lautet ihr wichtigster Tipp: Kochen, statt zu backen. Ein Beispiel: Bis Kartoffeln gar sind, braucht es im Ofen bis zehn mal mehr Energie als in der Pfanne. 

Doch Mailänderli, Zimtsterne und Spitzbuben lassen sich schlecht im Kochtopf zubereiten. Wie aber kann man beim Backen den Stromverbrauch reduzieren?

5 einfache Tipps zum Strom sparen beim Backen

  • Mit Umluft backen

  • Restwärme nutzen

  • Türe zu!

  • Aufs Vorheizen verzichten

  • Richtige Backformen und Bleche verwenden

 

Mit Umluft backen

Am wirksamsten lässt sich der Stromverbrauch reduzieren, indem man mit Umluft backt. „Das spart bis 15 Prozent Energie“, sagt Anette Michel von topten.ch. Wer die Umluftfunktion nutzt, kann die Temperatur bis 30 Grad tiefer einstellen als beim Backen mit Ober- und Unterhitze – ohne dass sich die Backzeit verlängert. Zudem können bei Umluft zwei oder sogar mehr Bleche mit Guetzli aufs Mal gebacken werden.

Restwärme nutzen

„Es lohnt sich, die Restwärme auszunutzen“, weiss Anette Michel. Bei Gerichten mit längeren Backzeiten, zum Beispiel Kuchen, Braten, Gratin oder Brot, kann man den Backofen getrost fünf bis zehn Minuten vor Backende ausschalten. Die Gerichte werden trotzdem durchgebacken, knusprig und gar. Dabei ist allerdings wichtig, sich nicht blind auf die Backzeit im Rezept zu verlassen. Wer direkt im Anschluss noch ein Blech Guetzli nachschiebt, nutzt die Restwärme optimal.

Türe zu!

Öffnen Sie die Backofentüre möglichst selten, denn rund 20 Prozent Energie gehen dadurch verloren. Es entweicht Wärme, die durch Nachheizen wieder erzeugt werden muss. Wer das Backgut eingehender überprüfen will, dem sei empfohlen das Backgut kurz herauszunehmen und die Ofentüre sofort wieder zu schliessen.

Aufs Vorheizen verzichten

Aufs Vorheizen zu verzichten ist eine weitere Möglichkeit, die Energieeffizienz zu steigern. Anette Michel, Mitverfasserin der Studie „Energieeffizienz von Kochmethoden“, weiss jedoch, dass das Potenzial zum Strom sparen gering ist. „Nur 5 bis 8 Prozent Energie spart man, wenn man beim Backen einer Fertigpizza auf das Vorheizen verzichtet.“ Wer allerdings den Ofen zu lange als nötig im Voraus einschaltet, verschwendet viel Energie. Daher: Wenn vorheizen, dann unmittelbar vor dem Backen.

Richtige Backformen und Bleche verwenden

Der Stromverbrauch lässt sich reduzieren, indem schwarz lackierte oder emaillierte Backformen und Bleche verwendet werden. Diese nehmen die Hitze besonders gut auf. Bleche und Gitter, die beim Backen nicht benötigt werden, gehören nicht in den Ofen. Denn auch sie werden erhitzt, was unnötig Energie verbraucht.

Effizientere Backöfen seit 2015

Noch im letzten Jahr konnte man beim Backofenkauf wenig falsch machen, denn alle Geräte erfüllten die Kriterien der Energieeffizienzklasse A, der bis dahin besten Klasse für Backöfen. Seit Januar 2015 gibt es die neue Energieetikette mit Klassen bis A+++. „Das schafft für die Hersteller Anreize, effizientere Geräte herzustellen“, sagte Anette Michel Ende 2014. Aktuell findet man Geräte der Klasse A+ in den Läden, es gibt also noch Luft nach oben für die Hersteller.

 

Mehr Informationen:

Studie zur Energieeffizienz von Kochmethoden

Einkaufsberater

Experten-Blog über effiziente Küchengeräte


Erstellt: Dezember 2014 - Aktualisierung Energie-Experten 2015

 

 

 

Zum nächsten Beitrag