Wie viel Strom Sie zuhause verbrauchen, hängt von Ihren Geräten und Nutzungsgewohnheiten ab. So viel verbrauchen Ihre Haushaltsgeräte.

Einerseits hat sich die Schweiz in den letzten Jahrzehnten von einer landwirtschaftlich geprägten Wirtschaft hin zu einer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft mit mehr Strombedarf gewandelt. Andererseits sind in Privathaushalten immer mehr Geräte ans Stromnetz angeschlossen und die Verbrauchsgewohnheiten haben sich geändert (z. B. Klimatisierung). Auch teilen sich immer weniger Bewohner pro Haushalt die Geräte, da die Zahl der Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte ständig steigt.

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Am meisten Energie verbrauchen Privathaushalte fürs Heizen oder Kühlen. Ist klar: Denn Temperaturunterschiede – ganz gleich in welche Richtung – herzustellen, ist mit grossem Energieaufwand verbunden. In einem durchschnittlichen Drei-Personen Haushalt verschlingt ein Elektroherd mit Backofen alleine ca. 450 kWh/Jahr Strom, Kühlschrank, Tiefkühler, Waschmaschine, Tumbler und Geschirrspüler kommen auf je ca. 300 kWh/Jahr. Alle Unterhaltungselektronik-Geräte wie TV, DVD-Recorder oder Radio zusammen verbrauchen dagegen „nur“ rund 200 kWh pro Jahr. Nicht verwunderlich, denn sie erzeugen im Gegensatz zu den oben genannten keine Wärme oder Kälte.

Ineffizientes Heizen und künstliche Feuchtigkeit

Gemäss einer Untersuchung von S.A.F.E aus dem Jahr 2009 birgt der Ersatz von Elektroheizungen durch Wärmepumpen ca. 70% Sparpotenzial in sich. Weiter sind mit 50% Einsparpotenzial Warmwasser-Elektroboiler ganz oben auf der Stromfresserliste: Hier sind Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen eine ernstzunehmende Alternative.

Auch Luftbefeuchter (Verdampfer) sind wahre Stromverschwender und zudem zumeist überflüssig: Die Energieexperten raten, lieber Feuchtigkeitsmesser zu installieren und durch regelmässiges Stosslüften (3 - 5 Mal pro Tag) für ein angenehmes und gesundes Raumklima zu sorgen. 

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