Niedrigenergiehäuser sind praktisch luftdicht gebaut. Dies hat zur Folge, dass so gut wie keine Frischluft durch Fensterfugen, Türritzen und Wände ins Gebäude gelangen kann. Moderne Lüftungsanlagen sorgen dafür, dass das Raumklima auch ohne ständiges Fensterlüften angenehm bleibt. In Kombination mit einem Wärmetauscher reduzieren sie die Heizkosten zudem auf ein Minimum.

Wärmerückgewinnungsanlagen der neusten Generation entziehen der verbrauchten Luft bis zu 80% der Wärme, bevor sie ins Freie entweicht. Über die Lüftung führen sie sie wieder der Raumluft zu. Eine zusätzliche Heizung wird dadurch fast vollständig überflüssig. Maximal 10% müssen auf anderem Wege nachgeheizt werden. Idealerweise mit erneuerbaren Energien wie Solarwärme oder Holzpellets.

Überschüssige Wärme lässt sich in einem Pufferspeicher zwischenspeichern und für andere Zwecke nutzen. Zum Beispiel für die Warmwasseraufbereitung. Installationen dieser Art lassen sich auch sehr gut mit anderen Systemen wie Solarthermie-Anlagen, Wärmepumpen oder Holzpelletsheizungen koppeln.


Kosten und Nutzen

Der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist nicht ganz billig. Besonders bei älteren Gebäuden bzw. dann, wenn sie erst nachträglich installiert wird.
Doch die Investition lohnt sich. Denn zumindest bei gut gedämmten, luftdicht gebauten Gebäuden lassen sich die Heizkosten auf diese Weise beinahe auf null reduzieren. Die Wärmerückgewinnungsanlage finanziert sich dadurch von selbst. Oft schon ist sie nach 3-4 Jahren amortisiert. 

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