Unterstützung wird einerseits vom Staat gewährleistet, andererseits helfen auch die meisten Kantone bei der energetischen Sanierung eines Gebäudes. Was heisst energetische Sanierung? Die energetische Sanierung ist oder vielmehr sind Massnahmen zur Steigerung der Effizienz Ihres Gebäudes. Auch die Nutzung von erneuerbaren Energien und somit die Entkopplung von fossilen Energieträgern ist Teil des Konzeptes.

Die Massnahmen an Gebäuden mit Baujahr vor 2000 werden schweizweit vom Gebäudeprogramm gefördert. Dies beinhaltet die Förderung einer verbesserten Wärmedämmung von Wänden und Fenstern. Hinter dem Gebäudeprogramm steht die Konferenz kantonaler Energiedirektoren (EnDK), das Bundesamt für Energie (BFE) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU). Um einen Förderbeitrag zu erhalten, sind gewisse Bedingungen zu erfüllen. Unter anderem das fristgerechte Einreichen der Fördergesuche und das Erreichen der vorgeschriebenen Zielwerte nach der Massnahme.

Im Schnitt werden ca. 9‘500 Franken pro Sanierung gefördert

Mit den Zielwerten ist der U-Wert oder Wärmedurchgangskoeffizient gemeint. Dieser beschreibt wie viel Leistung über eine bestimmte Fläche bei einer gegebenen Temperaturdifferenz verloren geht. Im Durchschnitt werden so circa 9‘500 Franken pro Sanierung zugesprochen. Die vollständigen Tabellen zu den Förderbeiträgen, die Bedingungen und das Vorgehen finden Sie auf der Website des Gebäudeprogramms.

Sonne, Holz und Erdwärme

Die zweite Komponente der Förderprogramme ist der Ersatz der Haustechnik und anderen Geräten, sowie die Nutzung erneuerbarer Energien. Die Subventionen sind hierbei kantonal unterschiedlich geregelt. Die Seiteenergiefranken.ch gibt detailliert Auskunft über Ansprechpartner im jeweiligen Kanton. Einige Kantone fördern beispielsweise den Ersatz der bestehenden Heizung durch eine Wärmepumpe. Wenn Sie eine Anlage zur Stromerzeugung aus erneuerbare Ressourcen bauen möchten, so wird dies ebenfalls unterstütz. Oftmals steht noch zur Auswahl, ob Sie von einer Förderung Ihrer Anlage oder lieber von der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) profitieren möchten. Bei der letzteren Variante erhalten Sie eine höhere Förderung, als bei der normalen Einspeiseprozedur. Je nach Grösse einer Anlage kann dies ein durchaus lukrativer Anreiz sein. Ein Spezialfall sind Gesamtsanierungen, denn diese werden auch vom Kanton finanziert. Ein weiterer Vorteil sind die Steuervorzüge, die durch die Investitionen entstehen.
Im Kanton Zürich beispielsweise gibt es einen Vollzugsordner. Dieser schlägt unter anderem Standardlösungen zur Heizungserneuerung vor und greift auch andere wichtige Themen auf. Als mögliche Varianten werden Kombinationslösungen aus Wärmedämmungsmassnahmen, Wärmepumpen, Holzfeuerungsanlagen und solarer Energiegewinnung aufgeführt. Egal wofür sich ein jeder entscheidet – etwas zu tun ist besser als gar nichts zu unternehmen. Nicht alle Massnahmen bedeuten zwingend einen hohen finanziellen Aufwand. Und wenn doch, so sollen die Förderprogramme einen Beitrag dazu leisten, diese teuren Investitionen zu schmälern, um so den Schutz der Umwelt auch finanziell attraktiver zu machen.

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