Wäsche trocknen: Tumbler oder Sonne?

Niemand möchte den Komfort einer Waschmaschine missen. Aber ist es nötig, auch einen Tumbler zu haben? Ist der Wäschetrockner ein Energiefresser oder ist er besser als sein Ruf? Strom sparen beim Wäsche trocknen ist oft überraschend einfach.

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Wäsche an der Leine

Mit den Tipps für Kauf und Nutzung eines Tumblers in diesem Beitrag können Sie die Stromkosten kräftig reduzieren und auch etwas für die Umwelt tun.

Für das Wäschetrocknen im Haushalt werden in der Schweiz jährlich 800 Millionen kWh Elektrizität im Wert von 160 Millionen Franken verbraucht. Galt früher der Tumbler noch als (verschwenderisches) Luxusprodukt, so haben heute bereits 80 % der Schweizerinnen und Schweizer Zugang zu einem Wäschetrockner.

Glücklicherweise konnte in den letzten Jahren auch die Energieeffizienz der immer beliebteren Haushaltsgeräte dank eines Technologiesprungs massiv verbessert werden. Mit einer eingebauten Wärmepumpe braucht ein Tumbler heute nur noch halb so viel Strom wie noch vor wenigen Jahren. Schon 2012 hat die Schweiz den Verkauf von ineffizienten Modellen ohne Wärmepumpe daher verboten und so die Schweizer Haushalte vor unnötiger Stromverschwendung geschützt. Das war eine Pionierleistung. Bald wird die EU mit dem Verbot nachziehen und veraltete Technik so aus dem Markt drängen.

Viel Sparpotential im Mehrfamilienhaus

Besonders in Gemeinschaftswaschküchen in Mehrfamilienhäusern ist das Sparpotential hoch, falls noch alte Tumbler ohne Wärmepumpe im Einsatz sind. Effiziente Modelle mit Topten-Label verursachen während der Nutzungsdauer von 15 Jahren rund 3000 Franken Stromkosten, während ältere Geräte ohne Wärmepumpe Strom für rund 8500 Franken verbrauchen. Ein Betrag weit über dem Kaufpreis eines neuen Tumblers.

Wird der Tumbler von einer einzelnen Familie genutzt, spart ein Tumbler der Klasse A+++ rund 900 Franken Stromkosten in 15 Jahren (600 statt 1500 Franken bei einem alten ineffizienten Modell).

Auf Topten stromsparende Trocknungsgeräte evaluieren

Alle Tumbler und Raumlufttrockner mit dem Topten-Label sind mit der besten Energieklasse ausgezeichnet und haben die höchste Kondensationseffizienz A, die zu viel Feuchteabgabe in den Keller vermeiden hilft.

Tipps für schnelles Wäschetrocknen

Schnelles Trocknen beginnt beim Waschen. Mit gründlichem Schleudern mit höchster Drehzahl wird die Wäsche ausserordentlich energieeffizient und schnell vor-getrocknet. Am besten können das Waschmaschinen der Schleuderklasse A.

Gibt es Alternativen zum Tumbler?

Wäsche im Freien an der Sonne trocknen

Die Wäsche an der frischen Luft von der Sonne trocknen lassen, ist klar die beste Lösung für die Umwelt und für das Portemonnaie. Wäscheständer und Wäscheleine sind günstig und der Energieverbrauch ist gleich Null.

Im Freien trocknet die Wäsche gratis: Sonne und Wind arbeiten schnell und brauchen keinen Strom – nur Wäscheleinen, Haken oder Wäscheständer.

Wäsche im Keller aufhängen

Das Wäschetrocknen an der Leine im Keller ist meist schwieriger und weniger umweltfreundlich als erwartet. Oft sind Keller beheizt und die Kippfenster geöffnet, um die Wäsche zu trocknen. Tatsächlic muss die Feuchtigkeit abgeführt werden und zum Trocknen braucht es Wärme. Von dieser Lösung ist zumindest im Winter abzuraten, denn so wird extrem viel Heizenergie verschwendet.

Für das Wäschetrocknen an der Leine im Keller braucht es einen Raumluftwäschetrockner. Grundsätzlich benötigt ein Raumluftwäschetrockner ähnlich viel Energie wie ein Tumbler. Fenster und Türen müssen beim Trocknen aber unbedingt geschlossen sein, sonst braucht es unnötig viel Energie, um die Luft der Umgebung mit zu trocknen.

Wäsche in der Wohnung trocknen

Das Trocknen von Wäsche in der Wohnung wird für kleinere Mengen oft gemacht und ist gut, solange die Wohnung nicht zu feucht wird und keine Wärmeverluste durch zusätzliches Lüften nötig sind. Bei zu viel Feuchtigkeit kann sich Schimmel bilden. Bei zu trockenen Wohnungen im Winter kann umgekehrt oft auf den Luftbefeuchter verzichtet werden.

Wäsche wird am offenen Fenster getrocknet

Förderprogramme

Diverse Organisationen engagieren sich für die Umwelt, indem sie Förderprogramme für energieeffiziente Geräte durchführen.

Förderprogramme für Geräte auf Topten


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Unabhängig in die Energie-Zukunft

Eine Solaranlage zahlt sich energetisch aus