Wann sollte man Waschmaschine und Tumbler ersetzen?

Waschmaschinen und Tumbler müssen bei einem grösseren Defekt oder nach rund 15 Jahren ersetzt werden. Dank dem technischen Fortschritt und dem reduzierten Energieverbrauch moderner Geräte lohnt sich das für die Benützer und für die Umwelt. Doch welches Modell in der Fülle des Angebots ist das richtige?

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Wäscheklammern aus Holz bilden die Buchstaben "Fr".

Wie wir wohnen und haushalten, schlägt sich auf den Energieverbrauch nieder. Eine typische Familie im Einfamilienhaus verbraucht gut 4000 Kilowattstunden Strom im Jahr, in einer Mietwohnung etwa die Hälfte. Bezogen auf den gesamten Strombedarf der Schweiz entfällt auf die Haushalte rund ein Drittel. Das ist ganz schön viel. Und wir sollten bei der Anschaffung neuer Geräte darauf achten, den Energiebedarf zu vermindern. Der Anschaffungspreis mag bei einem qualitativ besseren Modell etwas höher liegen, dafür sparen wir während der Lebensdauer viel Geld bei der Nutzung und tun gleichzeitig etwas für die Umwelt. Damit der Entscheid für das bessere Gerät noch leichter fällt gibt es Förderprogramme (Links dazu am Ende des Beitrags). Schauen wir uns exemplarisch zwei typische Grossgeräte im Haushalt genauer an: Die Waschmaschine und den Wäschetrockner, hierzulande vor allem als Tumbler bekannt.

Die besten Waschmaschinen brauchen ein Drittel weniger Strom

Junger Mann belädt die Waschmaschine im Bad.
In Schweizer Haushalten sind rund 3,5 Millionen Waschmaschinen im Einsatz. Zusammen verbrauchen sie jährlich gegen 600 Millionen Kilowattstunden – Strom für insgesamt 120 Millionen Franken. Dazu verbrauchen sie rund 40 Millionen Kubikmeter Wasser. (Foto: EKZ)

Viele elektrische Haushaltsgeräte sind in den vergangenen Jahren nochmals effizienter geworden. So steht heute bei der Waschmaschine Kategorie A+++ auf der Energieetikette. Das sieht gut aus, aber es ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange! Denn die von der unabhängigen Online-Plattform Topten empfohlenen Waschmaschinen sind sogar noch um ein ganzes Drittel effizienter als die weniger guten Geräte in der gleichen Klasse A+++. Sie verbrauchen nicht nur weniger Strom, sondern auch weniger Wasser. Die Kosten für Strom und Wasser eines von Topten empfohlenen Modells mit 8 Kilogramm Füllmenge summieren sich auf rund 1000 Franken während der Lebensdauer von gut 15 Jahren. Und die Überraschung: Das Gerät kostet nur 650 Franken. Es gibt auch Modelle mit 6 Kilogramm Füllmenge, diese sind für Single- und Kleinhaushalte geeignet.

Massiv Strom sparen lässt sich mit kalt Waschen, bei 20 Grad statt 60 Grad. Das braucht rund 70 % weniger Strom und schont Gewebe und Textilien – bei der gleichen Menge Waschpulver. Und die Wäsche wird gleich sauber. Gut geschleuderte Wäsche verkürzt die Trocknungszeit und senkt den Stromverbrauch beim Tumblern. Topten-Waschmaschinen verfügen alle über die Schleuderwirkungsklasse A.

Es geht nichts über sonnengetrocknete Wäsche, weil sie unvergleichlich duftet. (Foto: Pexels/Skitterphoto)

Die besten Tumbler verheizen ein Drittel weniger Strom

Wer auf den Tumbler oder einen Raumluftwäschetrockner angewiesen ist, sollte sich auch hier an die effizienten Geräte gemäss Bestenliste von Topten halten. Denn Tumbler brauchen viel Strom: Für das maschinelle Wäschetrocknen verbrauchen Schweizer Haushalte jedes Jahr rund 800 Millionen Kilowattstunden Strom und bezahlen dafür insgesamt 160 Millionen Franken. Weit mehr also als für das Waschen. Umso wichtiger sind effiziente Tumbler.

Nebenkosten für Mieter senken

Ein Tumbler fürs Mehrfamilienhaus mit der Energieeffizienzklasse A++ spart in 15 Jahren rund ein Drittel der Stromkosten im Vergleich zu einem typischen Neugerät mit der Klasse A+. Das sind gut und gerne 100 Franken im Jahr, oder die Hälfte der Kosten einer neuen Maschine nach 15 Jahren.

Tumbler oder Entfeuchter – was ist besser?

Heute werden in der Schweiz nur noch Tumbler mit Wärmepumpe verkauft. Ältere Modelle mit Jahrgang 2011 und früher haben meist den doppelten Energieverbrauch. Ähnlich effizient wie moderne Wärmepumpen-Tumbler sind Luftentfeuchter (oft auch nach den altbekannten Geräten als Secomat bezeichnet) für den Trocknungsraum, wo die Wäsche an der Leine aufgehängt wird.

Geräte reparieren statt neu kaufen

Zu guter Letzt dieser Hinweis: Tumbler oder Waschmaschinen, die erst wenige Jahre alt sind, aus Energiesparüberlegungen durch effizientere Modelle zu ersetzen, ist nicht sinnvoll. Die graue Energie für die Herstellung eines neuen und die Entsorgung eines alten Geräts ist weit grösser als die Energieersparnis, die mit einer neuen Maschine erzielt werden könnte. Ausnahme: Bei alten Tumblern, welche noch ohne Wärmepumpe arbeiten, lohnt sich der Ersatz in der Regel dann, wenn sie regelmässig genutzt werden. Bei sehr seltenem Gebrauch sollten Haushaltsgeräte möglichst lange genutzt werden.


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